Oliver Pasetto Goldschmiede

Stadthausstrasse 59, 8400 Winterthur

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Wer pasetto.ch aufruft, landet nicht auf einer Boutique-Website mit Katalog und Warenkorb, sondern auf der Seite eines einzelnen Goldschmieds, der in seinem eigenen Laden mit angeschlossener Werkstatt arbeitet. Die Adresse ist Stadthausstrasse 59 in Winterthur, mitten in der Stadt und nicht irgendwo am Rand eines Gewerbegebiets. Das ist kein Zufall: Ein Handwerksbetrieb, der Kundschaft für ein persönliches Gespräch und eine Anprobe ins Haus holen will, braucht eine Adresse, die man auch ohne Auto findet, und Stadthausstrasse liegt genau in diesem Teil Winterthurs, in dem Fussgänger den Weg vom Bahnhof in wenigen Minuten schaffen. Wer sich für Oliver Pasetto Goldschmiede entscheidet, kauft also nicht einfach einen Ring von einer Marke, sondern bestellt ihn bei der Person, die ihn anschliessend selbst an der Werkbank baut.

Was man hier bekommt

Das Angebot deckt die klassischen Kategorien ab: Eheringe, Verlobungsringe, Ohrschmuck, Armschmuck, Halsschmuck und einzelne Edelsteine. Der eigentliche Kern des Geschäfts ist aber die Massanfertigung. Auf der Website wird das unmissverständlich formuliert: Jedes Schmuckstück soll mit der Idee der Kundin oder des Kunden und der handwerklichen Begleitung des Goldschmieds zu einem Unikat werden. Wer ein bestimmtes Design im Kopf hat oder ein Foto eines Wunschmodells gefunden hat, kann dieses Bild direkt hochladen oder per WhatsApp schicken, um daraus eine individuelle Anfertigung entwickeln zu lassen. Wichtig dabei: Laut Website wird das Wunschstück erst nach gemeinsamer Absprache und nach der ausdrücklichen Einwilligung der Kundschaft gefertigt, es gibt also keine Überraschungsrechnung nach getaner Arbeit ohne vorheriges Go.

Neben Neuanfertigungen bietet der Betrieb auch die Umgestaltung von vorhandenem Schmuck an, etwa Erbstücke, die niemand mehr trägt, weil Fassung oder Form nicht mehr gefallen. Angepasst, modernisiert oder komplett neu gestaltet werden solche Stücke in derselben Werkstatt, in der auch neue Ringe entstehen. Für ein Paar, das den Diamanten der Grossmutter in einen neuen Verlobungsring fassen lassen möchte, ist das ein naheliegendes Angebot, das viele reine Verkaufsboutiquen so nicht führen, weil ihnen die eigene Werkstatt fehlt.

Eine feste Preisliste veröffentlicht die Website nicht. Stattdessen wird mit flexibler Preisgestaltung geworben, die im persönlichen Gespräch festgelegt wird, mit dem erklärten Ziel, für jedes Budget eine Lösung zu finden. Wer konkrete Zahlen für ein bestimmtes Design braucht, bekommt sie folglich erst nach einer Anfrage, telefonisch, per E-Mail an goldschmiede@pasetto.ch oder per WhatsApp.

Der Goldschmied hinter der Werkbank

Oliver Pasetto beschreibt auf der Über-mich-Seite seinen eigenen Weg recht offen. Ein zentraler Wendepunkt war der Gewinn des De Beers Diamonds International Awards im Jahr 1998, nach dem er, in seinen eigenen Worten, eigene Wege gehen wollte. 2001 kam der New Designer Award für Design Excellence einer Messe hinzu, eine Anerkennung, die die frühe Phase seiner selbstständigen Arbeit begleitete. Sein erstes eigenes Atelier, das er sich damals mit einem Partner teilte, befand sich nicht in einem klassischen Ladenlokal, sondern in einer stillgelegten Teigwarenfabrik in Winterthur, ein Detail, das zur Industriegeschichte der Stadt passt, in der ausgediente Fabrikgebäude bis heute von Handwerk und Kleingewerbe weiterbespielt werden. Zur eigenen Ausbildung schreibt er selbstironisch, er habe "eigentlich nichts" ausser einer soliden und traditionellen Ausbildung genossen, ein bewusst unaufgeregter Satz, der eher auf klassisches Handwerk als auf eine Design-Ausbildung im modernen Sinn hindeutet. Konkret hält er fest, dass er Ringe "wie früher üblich" montiert, also mit traditionellen Goldschmiedetechniken statt reiner Massenfertigung ab Guss. Für ein Paar, das sich fragt, wer den eigenen Ring am Ende tatsächlich in die Hand nimmt, beantwortet diese Selbstbeschreibung die Frage eindeutig: Es ist derselbe Mensch, der auch die Auszeichnungen von 1998 und 2001 gewonnen hat, nicht ein austauschbares Werkstattteam im Hintergrund.

Winterthur ist nicht einfach ein Vorort von Zürich

Wer Verlobungsringe in der Schweiz sucht, denkt zuerst an die Bahnhofstrasse in Zürich. Winterthur wird dabei leicht übersehen, dabei ist die Stadt mit 120'376 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) die sechstgrösste Stadt der Schweiz, ein eigenständiges städtisches Zentrum und nicht bloss ein Schlafquartier für Zürich-Pendler. Für die Wahl eines Goldschmieds heisst das: Wer bei Pasetto bestellt, kauft nicht bei einem Zürcher Zweitstandort, sondern bei einem eigenständigen Betrieb, dessen Inhaber die volle Verantwortung von der ersten Skizze bis zur letzten Politur selbst trägt, in derselben Werkstatt, in der auch die Umgestaltung alter Erbstücke stattfindet.

Was vor Ort passiert und was nicht

Filialen ausserhalb von Winterthur listet die Website nicht, weder auf der Startseite noch im Impressum oder auf der Kontaktseite wird ein zweiter Standort erwähnt. Wer diesen Goldschmied beauftragen will, muss für Anprobe und Übergabe tatsächlich nach Winterthur, es gibt keine Zürcher Dependance als Abkürzung. Die Idee selbst lässt sich aber, wie oben beschrieben, schon vorab per Bild und WhatsApp klären, sodass die eigentliche Reise erst ansteht, wenn Form und Design bereits feststehen.

Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Der Laden ist laut Kontaktseite von Dienstag bis Freitag von 09:30 bis 12:30 Uhr und von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, samstags von 09:30 bis 15:00 Uhr, montags bleibt geschlossen. Kontaktiert werden kann der Betrieb telefonisch unter +41 52 222 50 50, per WhatsApp unter 079 785 12 51 oder per E-Mail. Diese Randzeiten am Samstag sind für ein Paar, das unter der Woche arbeitet, ein praktischer Pluspunkt gegenüber Betrieben, die nur werktags erreichbar sind.

Wen dieses Angebot anspricht

Am besten passt dieser Betrieb zu einem Paar, das einen Ring wirklich von Grund auf entwerfen lassen will, mit eigenem Bild oder eigener Idee als Ausgangspunkt, und das den direkten Kontakt zur Person schätzt, die den Ring später auch fertigt, statt ihn an ein Verkaufsteam im Hintergrund weiterzureichen. Wer ein Erbstück umarbeiten lassen will, statt es im Schrank liegen zu lassen, findet hier ebenfalls ein passendes Angebot. Wer dagegen sofort eine Preisliste vergleichen möchte, bevor er überhaupt Kontakt aufnimmt, muss damit leben, dass diese Information erst im persönlichen Gespräch kommt, die Website selbst nennt keine Zahlen zu einzelnen Modellen.

Unterm Strich bleibt ein kleiner, eigenständiger Goldschmiedebetrieb mit eigener Werkstatt mitten in Winterthur, einer Stadt, die als sechstgrösste der Schweiz selbstbewusst neben Zürich besteht. Für ein Paar, dem die persönliche Handschrift eines einzelnen Goldschmieds wichtiger ist als die Grösse einer Marke, und das die erste Idee ohnehin lieber per Bild und Nachricht klärt statt an der Ladentheke, ist der Weg dorthin gut investiert.

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