goldrosa

Im Lee 15, 8400 Winterthur

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goldrosa ist kein Ladengeschäft mit Schaufenster an einer Einkaufsstrasse, sondern das Einzelatelier der Goldschmiedin Salome Holdener, geführt unter dem Namen der von ihr mitgetragenen sinndrin genossenschaft an der Adresse Im Lee 15 in Winterthur. Wer sich für einen Verlobungsring aus dieser Werkstatt entscheidet, kauft nicht von der Stange, sondern lässt ein Stück von Hand anfertigen, das vorher gezeichnet, gesägt, gefeilt, gelötet und gebohrt wird, wie die Werkstattseite selbst beschreibt. Das ist ein anderes Einkaufserlebnis als der Besuch bei einer etablierten Bijouterie mit Vitrinen voller fertiger Ringe, und genau darin liegt der Reiz für Paare, die kein Stück von der Stange wollen.

Naturgold aus dem Napfgebiet und vom Rhein

Der eigentliche Grund, weshalb dieses Atelier über Winterthur hinaus Aufmerksamkeit verdient, ist die Herkunft des Materials. Auf der Seite zu Naturgold und Edelsteinen beschriftet goldrosa eigenes Bildmaterial mit dem Hinweis "Schweizer Naturgoldflitter vom Napfgebiet und Rhein". Das Napfgebiet, das Hügelland zwischen den Kantonen Bern, Luzern und Aargau, ist einer der wenigen Orte in der Schweiz, an denen sich bis heute Gold aus dem Fluss- und Bachschotter waschen lässt, und der Rhein liefert an bestimmten Abschnitten ebenfalls feine Goldflitter. Wer in einem anderen Kanton eine Goldschmiede besucht, bekommt in aller Regel Gold, das über den internationalen Rohstoffhandel eingekauft wurde, selbst wenn es als Fairtrade oder recycelt deklariert ist. Bei goldrosa kann der Ring stattdessen aus Metall bestehen, das buchstäblich aus einem Schweizer Flussbett stammt, eine Herkunftsgeschichte, die sich kaum ein anderes Atelier im Land so konkret erzählen lässt.

Auf der Übersichtsseite zu den Schweizer Edelmetallen formuliert goldrosa den eigenen Anspruch so: Schmuckstücke, die von der Herstellung, den Edelsteinen und dem Gold zu 100 Prozent aus der Schweiz kommen. Wer diesen Anspruch nicht erfüllen kann, etwa weil zu wenig Naturgold verfügbar ist oder eine Kundin ein bestimmtes Design wünscht, das mehr Material braucht, arbeitet das Atelier alternativ mit zertifiziertem, rückverfolgbarem Fairtradegold oder mit Recycling-Edelmetallen, wie die Atelierseite festhält. Alte Erbstücke lassen sich zudem zu neuem Schmuck umarbeiten, was für Paare interessant ist, die den Ehering eines verstorbenen Grosselternteils in den eigenen Verlobungsring einfliessen lassen möchten, statt neues Gold zu kaufen.

Handwerk statt Serienfertigung

Salome Holdener beschreibt ihren eigenen Ansatz als Verbindung alter Handwerkstechniken mit modernen Herstellungsverfahren, verbunden mit grossem Wert auf nachhaltige Materialien und einen achtsamen Umgang mit der Umwelt. Das zeigt sich auch im bestellten Sortiment: In der Kategorie Verlobungsringe stehen unter anderem der Solitärring FINA "Solitair" für 1'700.00 Franken, ein Ring namens Amara Rauchquarz für 2'510.00 Franken, FINA "Blatt mit Stein" für 2'300.00 Franken, FINA "Piz Beverin" für 2'100.00 Franken, FINA "Göscheneralp" für 2'660.00 Franken sowie ein zweiter Amara-Ring mit Bergkristall, ebenfalls für 2'510.00 Franken. Die Namen der Modelle, viele nach Schweizer Bergen und Gesteinsarten wie Piz Beverin, Göscheneralp, Rauchquarz und Bergkristall, unterstreichen den lokalen Bezug zusätzlich zum Rohmaterial selbst. Preislich bewegt sich das Sortiment damit im mittleren Segment für individuell gefertigte Ringe, spürbar über einer Massenware-Bijouterie, aber unterhalb dessen, was ein grosses Haus an der Zürcher Bahnhofstrasse für vergleichbare Handarbeit verlangen würde.

Lieferzeit statt Sofortkauf

Wer bei goldrosa bestellt, muss Geduld mitbringen. Nach Bestellung und Zahlungseingang beträgt die Lieferzeit laut Website zwischen 4 und 8 Wochen, weil jedes Schmuckstück erst nach Zahlungseingang individuell gefertigt wird. Ein Umtausch oder eine Rückgabe ist dementsprechend ausgeschlossen, was bei einer echten Einzelanfertigung nachvollziehbar ist, aber vor dem Kauf klar sein sollte. Wer es weniger eilig hat, kann davon profitieren, dass Ketten, Anhänger und Ohrschmuck teils bereits innerhalb einer Woche verschickt werden, doch für einen Verlobungsring gilt die längere Frist. Der Versand selbst ist innerhalb der Schweiz grundsätzlich kostenlos und erfolgt eingeschrieben nach Hause, ein Detail, das bei einem Wertgegenstand dieser Grössenordnung durchaus zählt.

Wie das Handwerk vor Ort aussieht

Anders als die grossen Namen an der Zürcher Bahnhofstrasse tritt goldrosa nicht als klassisches Schmuckhaus mit Ladenlokal auf, sondern als Werkstattadresse einer einzelnen Goldschmiedin in einem Genossenschaftshaus. Für ein nationales Publikum ist das eine bewusste Alternative zum Grossstadt-Boutiquenformat: ein persönlicher Termin bei der Person, die den Ring tatsächlich anfertigt, statt ein Verkaufsgespräch mit einer Fachkraft im Ladenlokal. Die Atelierseite beschreibt den eigentlichen Werkprozess so: Im Winterthurer Atelier wird "gezeichnet, gehämmert, gesägt, gefeilt, gelötet, gebohrt, getüftelt und einiges mehr gehandwerkt", eine Aufzählung, die zeigt, dass ein Ring hier tatsächlich am selben Werktisch entsteht, an dem später auch die Beratung stattfindet.

Winterthur ist mit direkter S-Bahn-Verbindung nach Zürich HB angebunden, der Bahnhof liegt nur wenige Gehminuten vom Atelier entfernt. Für ein Paar, das den Ring gemeinsam abholen oder anprobieren möchte, lohnt sich ein Blick auf die Öffnungszeiten vorab, denn goldrosa ist ein Einzelatelier ohne durchgehende Ladenöffnungszeiten wie bei einer klassischen Bijouterie mit mehreren Angestellten. Ein Termin bei der Goldschmiedin persönlich lässt sich am ehesten mit einer telefonischen oder schriftlichen Anfrage vorab vereinbaren, unter der im Impressum genannten Nummer +41 76 531 24 68, was für Kundschaft aus einem anderen Kanton ohnehin sinnvoll ist, um die Reise nach Winterthur mit einer verbindlichen Uhrzeit zu verbinden statt auf gut Glück vorbeizukommen. Rechtlich firmiert der Betrieb unter der sinndrin genossenschaft, eingetragen mit eigener Mehrwertsteuernummer, kein loses Ein-Personen-Gewerbe ohne Struktur dahinter.

Wer zu goldrosa passt

Wer eine grosse Auswahl an fertigen Ringen zum sofortigen Mitnehmen sucht, ist bei goldrosa an der falschen Adresse: Das Atelier bietet ein überschaubares, klar kuratiertes Sortiment und eine Lieferzeit von mehreren Wochen. Wer sich dagegen für die Herkunft des eigenen Goldes interessiert und bereit ist, auf eine echte Einzelanfertigung zu warten, findet mit dem Naturgold aus dem Napfgebiet und vom Rhein eine Geschichte, die sich mit reinem Fairtrade- oder Recyclinggold nicht erzählen lässt. Die Website nennt keinen zweiten Standort und keine Filiale ausserhalb Winterthurs, goldrosa bleibt eine Ein-Werkstatt-Adresse, deren nationale Relevanz nicht aus einer Filialkette kommt, sondern aus dem, was in diesem einen Atelier tatsächlich verarbeitet wird. Die direkte S-Bahn-Verbindung nach Zürich HB macht die Anreise aus den meisten Landesteilen unkompliziert, auch wenn ein Umstieg dort für manche Herkunftsorte nötig bleibt.

Insgesamt positioniert sich goldrosa als Gegenentwurf zum grossen Schmuckhaus: kleine Werkstatt, persönliche Betreuung durch die Goldschmiedin selbst, und ein Rohmaterial, dessen Herkunft sich bis ins Napfgebiet oder an den Rhein zurückverfolgen lässt. Wer bereit ist, mehrere Wochen auf sein Stück zu warten, bekommt dafür einen Ring, der nicht nur schweizerisch designt, sondern buchstäblich aus Schweizer Boden gewaschen wurde.

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