Zigerli+Iff
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Wer in Bern nach einem Verlobungsring sucht, landet früher oder später an der Spitalgasse 14, mitten in der Altstadt unter den Lauben, den überdachten Arkadengängen, die das Berner Zentrum prägen. Dort sitzt Zigerli+Iff, ein Haus mit einer Geschichte, die 1893 beginnt: Gottfried Zigerli eröffnete damals an der Kramgasse in der Nähe des Zytglogge seine Uhren- und Schmuckhandlung Zigerli & Cie. 1967 schlossen sich zwei Berner Fachgeschäfte zusammen, Zigerli & Cie und Willy Iff, unter Karl Zigerli und Robert Iff zur heutigen Zigerli+Iff AG. Ab 1993 stand mit Reto Iff und Beatrice Stebler-Iff die vierte Generation im Betrieb, inzwischen sind mit Marc und Patrick Stebler die fünfte Generation und deren Nachfolge im Gespräch. Das Haus selbst bewirbt diesen Übergang unter dem Titel «Die 5. Generation tritt an» und rechnet dabei mit 132 Jahren Firmengeschichte.
Das unterscheidet Zigerli+Iff von vielen anderen Adressen in dieser Liste. Bern ist bekannt für kleine, inhabergeführte Goldschmiedeateliers in der Altstadt, oft eine Werkbank und ein Name auf dem Schild. Zigerli+Iff ist das Gegenteil: ein Haus mit 24 Mitarbeitenden auf drei Etagen an der Spitalgasse, das seit über einem Jahrhundert wächst statt eine Werkstattgrösse zu halten. Wer die typische kleine Berner Adresse sucht, findet die eher ein paar Gassen weiter. Wer stattdessen ein etabliertes, mehrgenerationenaltes Traditionshaus mit breitem Sortiment sucht, ist hier richtig.
Was man bekommt
Zigerli+Iff führt die grossen Uhrenmarken (Rolex, Patek Philippe, Longines, Tudor) und daneben ein eigenständiges Schmucksortiment mit Wellendorff, Ole Lynggaard Copenhagen, Messika und CanadaMark-Diamanten. Für Verlobungsringe ist die Partnerschaft mit der Schweizer Manufaktur Meister der eigentliche Kern des Angebots. Auf der eigenen Seite formuliert es das Haus so: «Als Premium-Partner der Schweizer Manufaktur Meister bieten wir Ihnen die grösste Auswahl an Verlobungsringen, Trauringen und Memoireringen im Raum Bern.» Das ist ein konkretes, überprüfbares Versprechen, keine austauschbare Marketingzeile, und es erklärt, warum ein grosses Uhrenhaus überhaupt in einer Liste für Verlobungsringe auftaucht: Meister macht seine Ringe «Made in Switzerland», und Zigerli+Iff ist die lokale Anlaufstelle für die gesamte Bandbreite dieser Kollektion, von der Verlobung über die Trauung bis zum Memoirering.
Daneben unterhält das Haus ein eigenes Atelier. Die eigenen Goldschmiedinnen und Goldschmiede erschaffen dort, wie es auf der Website heisst, «ihre eigenen Schmuckkreationen oder verwirklichen Unikate nach Ihren Wünschen», dazu kommen Umänderungen, Anpassungen bestehender Schmuckstücke, Auffrischungen und Reparaturen. Wer also nicht bei der Meister-Kollektion bleiben, sondern ein eigenes Unikat entwickeln lassen möchte, findet die Werkstatt für dieses Gespräch im selben Haus.
Wie es organisiert ist
Das Geschäft an der Spitalgasse ist klar nach Marken und Warengruppen gegliedert: Uhren (Rolex, Patek Philippe, Longines, Tudor), Schmuck (Wellendorff, Ole Lynggaard Copenhagen, Messika, Meister, CanadaMark Diamanten, eigenes Atelierschmuck) und ein eigener Trauring-Bereich mit Meister. Dazu kommt ein Service-Angebot für Uhren, Schmuck und Wertanlagen sowie ein eigener Beratungstermin, den man online buchen kann. Für ein Erstgespräch zu einem Verlobungsring ist das relevant: Wer nicht spontan hereinspazieren, sondern eine feste Zeit mit persönlicher Beratung will, kann das vorab reservieren, statt auf einen freien Verkäufer zu hoffen.
Wie es sich einordnet
Bern und Zürich haben in diesem Feld unterschiedliche Traditionen. Zürichs Bahnhofstrasse ist die Adresse für internationale Luxusmarken auf engstem Raum, ein Boulevard aus Schaufenstern. Bern dagegen hat sich als Bundesstadt mit einer Altstadt entwickelt, die als Weltkulturerbe geschützt ist, mit den Lauben als durchgehend überdachtem Handelsweg, unter denen Geschäfte seit Jahrhunderten Wetter und Fussgängerstrom teilen. In diesem Umfeld sind die meisten Goldschmiede kleine, spezialisierte Ateliers. Zigerli+Iff ist die Ausnahme, ein Haus, das die Grösse und das Markenportfolio einer Stadt wie Zürich in die kleinteiligere Berner Altstadt bringt, ohne die Lage unter den Lauben aufzugeben. Wer aus Basel oder Zürich anreist, findet hier also nicht die übliche kleine Werkstattadresse, sondern ein Sortiment, das sonst eher in grösseren Städten zu finden ist, kombiniert mit der Meister-Exklusivität, die andernorts in dieser Form nicht garantiert ist.
Eine nationale Reputation lässt sich auch an der Markenbindung ablesen. Zigerli+Iff nennt auf der eigenen Seite eine über hundertjährige Zusammenarbeit mit Patek Philippe, konkret 122 Jahre. Eine Partnerschaft dieser Länge mit einem Haus dieses Rangs bekommt man nicht in jeder Stadt, und sie ist ein Indiz dafür, dass Zigerli+Iff über die Region Bern hinaus wahrgenommen wird, nicht nur als lokaler Ansprechpartner für Verlobungsringe, sondern als eines der etablierten Schweizer Häuser für Uhren und Schmuck insgesamt.
Für ein Paar, das von ausserhalb anreist, zählt vor allem die Lage: Die Spitalgasse liegt in der geschlossenen Fussgängerzone der Berner Altstadt, zwischen Bahnhofplatz und Zytglogge, ohne dass ein Auto nötig wäre. Wer mit dem Zug anreist, verlässt den Bahnhof Bern und steht innert weniger Gehminuten unter den Lauben, ein Vorteil gegenüber Adressen, die erst über den öffentlichen Verkehr innerhalb der Stadt erreichbar sind. Für einen Ausflug aus Freiburg, Solothurn oder dem Berner Oberland, alle mit direkter Bahnverbindung nach Bern, lässt sich der Ringkauf so mit einem Altstadtbummel verbinden, ohne separate Anfahrt zu einem Gewerbegebiet oder einer Filiale ausserhalb des Zentrums.
Wer hierher passt
Für Paare, die eine Meister-Kollektion in echt sehen und direkt vergleichen wollen, ohne zwischen mehreren kleinen Adressen hin- und herzulaufen, ist Zigerli+Iff die naheliegende Anlaufstelle in Bern. Wer stattdessen ein Unikat vom eigenen Entwurf an will, kann das gleiche Haus für das Atelier-Gespräch nutzen. Wer lieber die kleine, ausschliesslich handwerkliche Werkstattatmosphäre sucht, ohne Uhrenvitrinen und Markenwände drumherum, findet diese eher bei einem der kleineren Ateliers, die Bern sonst prägen.
Was man wissen sollte
Auf der Website findet sich keine Angabe zu Preisen, Anzahlungen oder Lieferzeiten für einen Verlobungsring, das lässt sich nur im persönlichen Beratungstermin klären. Auch zu weiteren Standorten ausserhalb der Spitalgasse macht die Website keine Angabe, es ist nach aktuellem Stand ein Einzelstandort. Wer online recherchiert, findet auf der Seite selbst eine Google-Bewertung von 4.9 von 5 Sternen, ein Hinweis auf die Kundenzufriedenheit, ersetzt aber kein eigenes Gespräch vor Ort.
Fazit
Zigerli+Iff ist kein typisches kleines Berner Atelier, sondern ein Familienhaus mit 132 Jahren Geschichte, das gerade den Übergang in die fünfte Generation vollzieht und dabei die grösste Meister-Auswahl im Raum Bern führt. Wer in der Altstadt unter den Lauben nach einem Verlobungsring mit nachvollziehbarer Geschichte und breiter Auswahl sucht, findet an der Spitalgasse 14 eines der wenigen Häuser dieser Grössenordnung in der Stadt.