Juvels

Seefeldstrasse 219, Zürich

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Wer Juvels über die Startseite juvels.ch ansteuert, findet dort keine Zeile zu Verlobungs- oder Eheringen, nur den Atelier-Slogan und die Adresse. Der eigentliche Einstieg liegt eine Ebene tiefer, unter juvels.ch/heiraten, wo das Atelier seine Solitärringe, Eheringe und Trauschmuck-Kollektionen zeigt. Wer sich die Seite merkt, sollte also die Unterseite merken, nicht die Startseite.

Die Adresse dahinter ist Programm: Seefeldstrasse 219, 8008 Zürich, in der Mühle Tiefenbrunnen. Das ist kein Ladengeschäft an einer Einkaufsstrasse, sondern eine ehemalige Mühle direkt am rechten Zürichseeufer, umgenutzt zu Ateliers und Gewerberäumen. Juvels betreibt dort ein eigenes Goldschmiedeatelier mit angeschlossenem Laden, nicht eine Filiale, die Ringe aus einem Zentrallager verkauft. Wer hinfährt, betritt eine Werkstatt, in der auch gegossen und gefasst wird, nicht nur verkauft.

Anreise und warum sich der Weg lohnt

Der nächste Bahnhof ist Zürich Tiefenbrunnen, den das Atelier auf seiner Kontaktseite selbst als besten Weg via ÖV nennt. Zwei S-Bahn-Linien halten dort: die S6, die von Baden über Regensdorf-Watt und Zürich HB bis Uetikon fährt, und die S16, die Zürich Flughafen über Zürich HB mit Herrliberg-Feldmeilen verbindet. Beide verkehren ganztägig im Halbstundentakt, ein einspuriger, 1493 Meter langer Tunnel verbindet Tiefenbrunnen mit dem Bahnhof Stadelhofen im Zentrum. Wer mit dem Fernverkehr anreist, steigt in Zürich HB oder Stadelhofen um und ist mit der S-Bahn ohne weiteren Fussweg direkt am Ziel.

Der eigentliche Grund für den Umweg ist aber nicht die Lage am See, sondern was in dieser Werkstatt anders läuft als bei den meisten Juwelieren, die man in jeder grösseren Schweizer Stadt findet. Juvels verkauft keine Ringe von der Stange aus dem Schaufenster der Bahnhofstrasse, sondern führt eine eigene kleine Giesserei, in der Altgold direkt für ein neues Stück eingeschmolzen wird, und bietet standardmässig Recyclinggold oder Gold mit Herkunftsnachweis an. Für ein Paar, das nicht einfach ein Modell aus einer Vitrine kaufen, sondern wissen will, woher das Material im eigenen Ring stammt, ist das ein Angebot, das nicht an jeder Ecke steht.

Was das Atelier für Verlobung und Hochzeit anbietet

Bei den Solitärringen weicht Juvels bewusst vom reinen Brillanten ab: Verlobungsringe in 18-karätigem Weiss- oder Rotgold gibt es mit weissem Saphir, rosa Morganit oder Aquamarin, mit Preisen von CHF 1800, CHF 1600 beziehungsweise CHF 1680. Wer einen Diamanten will, findet den ebenfalls im Sortiment, etwa bei den Eheringen: ein Modell mit dem Namen "Rosmarinzweige im Direktabguss" in 18 Karat Gelbgold mit Brillant ist ab CHF 6000 gelistet, ein Ring, dessen Muster aus einem echten Rosmarinzweig direkt in Gold abgegossen wird, statt aus einer Zeichnung nachgebaut zu sein. Diese Fertigungstechnik, ein Naturmotiv wörtlich in Metall zu übertragen, ist genau die Art von Detail, die eine Werkstatt von einer Verkaufsvitrine unterscheidet.

Wer eigenes Familiengold oder Steine aus einem geerbten Schmuckstück mitbringt, landet bei Umarbeiten, der zweiten Säule des Ateliers. Juvels beschreibt das Ziel so, dass aus alten Kostbarkeiten tragbare Stücke entstehen sollen, die sowohl passen als auch die persönliche Geschichte des Materials weitertragen. Praktisch heisst das: Altgold wird in der atelierinternen Giesserei direkt fürs neue Stück verwendet, Steine werden sorgfältig ausgefasst und auf Wunsch wiederverwendet, und nur wenn gewünscht, kombiniert die Goldschmiedin eigenes Steinmaterial aus dem Fundus des Ateliers dazu. Für ein Paar, das den Stein der Grossmutter in einen neuen Verlobungsring fassen lassen will, ist das ein Leistungsangebot, das ein reiner Ringhändler ohne eigene Werkstatt so nicht anbieten kann.

Kurse und gemeinsames Erleben

Juvels bietet auch Goldschmiedekurse an, in denen man einen einfachen Ring, Anhänger oder Ohrschmuck selbst herstellt und dabei lernt, einen Stein zu fassen. Ein Kurs umfasst 9 Stunden verteilt auf 3 Abende und kostet CHF 395 pro Person exklusive Silber; im Mai 2026 liefen die Termine am 4., 11. und 18.5. jeweils von 18.30 bis 21.30 Uhr, im Juni am 8., 15. und 22.6. von 18.00 bis 21.00 Uhr. Wer keinen Ring, sondern eine eigene Kette möchte, findet daneben einen Anfängerkurs im Silberdraht-Kettenknüpfen zum selben Preis, für den neue Termine laut Website erst wieder im Herbst 2026 angekündigt werden. Für ein Paar, das seinen Ehering nicht nur kaufen, sondern an einem Abend im Monat selbst mitschmieden will, ist das eine Option, die den Ausflug nach Zürich zu einem eigenen Anlass macht, nicht nur zu einem Einkauf. Daneben gibt es Gemeinsames Erleben, Workshops für Gruppen von 6 bis 8 Personen mit Metallgiessen, Goldschmieden oder Kettenknüpfen, wahlweise mit Apéro und Imbiss im grossen Ausstellungsraum des Ateliers und in Zusammenarbeit mit den Restaurants Blaue Ente oder Kornsilo, gedacht für Teamevents oder den Abend vor der Hochzeit im Freundeskreis. Die Website beschreibt diese Werkstattbesuche als Einblick in die traditionelle Arbeit der Goldschmiedin an verschiedenen Stationen, nicht als reine Verkostung mit Nebenprogramm.

Öffnungszeiten und was zu beachten ist

Das Atelier hat reguläre Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag, 11 bis 18.30 Uhr, und Samstag von 11 bis 16 Uhr; montags und sonntags bleibt es geschlossen. Im Sommer 2026 war vom 25. Juli bis und mit 4. August ganz geschlossen, in der Zeit vom 13.7. bis 15.8.2026 galten verkürzte Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag, 11 bis 17 Uhr. Wer von auswärts anreist, sollte diese Fenster vorher prüfen und am besten telefonisch ankündigen, unter der Ladennummer 044 557 12 11 oder direkt bei Mireille Lalive d'Epinay unter 076 390 67 32, statt spontan vorbeizukommen. Gründungsjahr oder eine ausführliche Biografie der Goldschmiedin sind auf der Website nicht veröffentlicht, was für ein Ein-Personen-Atelier dieser Grösse nicht ungewöhnlich ist, aber bedeutet, dass man vor Ort oder per E-Mail nachfragen muss, wenn man mehr über Ausbildung oder Werdegang erfahren will. Auch im Impressum, das den Seiteninhalt Nicole Cornaz und Mireille Lalive d'Epinay zuschreibt, steht keine Rechtsform und keine Handelsregisternummer, nur die Adresse und die E-Mail info@juvels.ch. Auf der Aktuell-Seite findet sich kein Hinweis auf eine Schliessung oder Pause, und die Sitemap zeigt für alle Unterseiten ein aktuelles Änderungsdatum, was für ein laufend gepflegtes Angebot spricht.

Wem das Angebot entspricht

Juvels ist kein Ziel für alle, die schnell einen fertigen Ring von der Stange kaufen wollen, dafür gibt es in jeder grösseren Schweizer Stadt genug Auswahl. Es lohnt sich für ein Paar, das Wert auf nachvollziehbares Material legt, das mit der Goldschmiedin persönlich am Ring arbeiten will, das eigenes Altgold oder einen ererbten Stein einbringen möchte, oder das den eigenen Ring in einem Kurs selbst mitgestalten will. Für diese drei Anliegen ist die Lage am Zürichsee, eine S-Bahn-Station von der Zürcher Innenstadt entfernt, eine Fahrt wert, die über die übliche Vitrinen-Auswahl an der eigenen Wohnadresse hinausgeht.

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