IRALIS Jewelry

Schaffhauserstrasse 11, 8006 Zürich

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IRALIS Jewelry ist ein Zürcher Schmucklabel, das sich auf Verlobungsringe und Trauringe mit Labordiamanten spezialisiert hat. Gegründet hat es Milena Dold-Scheidegger, die auch heute jede Bestellung persönlich abschliesst. Das Unternehmen führt kein Ladengeschäft im klassischen Sinn: Der Firmensitz liegt an der Schaffhauserstrasse 11, 8006 Zürich, spürbar ausserhalb der Bahnhofstrasse-Meile mit ihren traditionsreichen Uhren- und Juwelierhäusern. Besichtigt wird nur nach Vereinbarung, die Website beschreibt die Besuchsadresse schlicht als Zentrum von Zürich, nach Termin. Telefonisch ist das Team von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr erreichbar, per E-Mail rund um die Uhr über die auf der Website angegebene Supportadresse.

Diamanten und Zertifizierung

Alle Diamanten ab 1 Karat tragen laut FAQ ein IGI-Zertifikat des International Gemological Institute, bewertet nach den vollständigen 4Cs: Cut, Color, Clarity, Carat weight. Ein GIA-Zertifikat ist auf Anfrage erhältlich, IGI ist bei IRALIS also der Standardweg und GIA die Ausnahme, nicht umgekehrt, wie eine erste Recherche zu diesem Betrieb nahelegte. Für Steine unter 1 Karat garantiert laut Website der Lieferant Farbe DEF und mindestens VS-Reinheit. IRALIS wirbt damit, nur die obersten 1 Prozent der verfügbaren Labordiamanten auszuwählen, geprüft von einer ausgebildeten Gemmologin, die einen Stein auch dann ablehnt, wenn das Zertifikat stimmt, das Verhalten im Licht aber nicht überzeugt. Einschlüsse, wie sie auch bei VS- und VVS-Steinen vorkommen, sind laut FAQ nur unter 10-facher Vergrösserung sichtbar. Auf der Kontaktseite bezeichnet sich das Label zudem als Anbieterin CO2-neutraler Labordiamanten, eine Eigenaussage der Marke, ohne dass dort eine externe Zertifizierungsstelle für diesen Punkt genannt wird.

Material und Herkunft

Gefasst wird in 14-karätigem oder 18-karätigem recyceltem Gold, für Verlobungs- und Trauringe steht zusätzlich Platin zur Wahl. Gefertigt wird nicht ausschliesslich in der Schweiz: Die Website nennt Goldschmiede in Italien, Belgien und der Schweiz, entworfen wird in Zürich. IRALIS führt zudem eine Mitgliedschaft beim Responsible Jewelry Council als Goldschmiedebetrieb an, ein Gütesiegel, das nicht jedes kleine Schweizer Online-Label vorweisen kann. Laut FAQ entstehen die Steine selbst über zwei mögliche Verfahren, CVD oder HPHT, beides Methoden, die dieselbe Kristallstruktur wie geförderte Diamanten erzeugen, nur eben im Labor statt im Gestein. IRALIS begründet die Wahl für Labordiamanten mit dem Verzicht auf den ökologischen Fussabdruck des Abbaus sowie auf Fragen zu Arbeitsbedingungen und Herkunft, wie sie beim Minenabbau gelegentlich auftreten.

Der Ablauf einer Beratung

Jede Bestellung beginnt mit einem Gespräch, in Zürich vor Ort oder virtuell, ohne Mindestbestellwert und ohne Verpflichtung. Für Verlobungsringe lässt sich vorab eine Replik in Silber mit Zirkonia anfertigen, damit das Paar die Fassung sieht, bevor der eigentliche Stein bestellt wird. Nach der Beratung folgt ein Angebot per E-Mail, eine Anzahlung von 50 Prozent löst die Fertigung aus, der Rest wird vor der Übergabe fällig. Massanfertigungen durchlaufen laut FAQ drei Qualitätskontrollen während der Fertigung, die letzte nimmt Milena Dold-Scheidegger persönlich vor. Massanfertigungen brauchen 2 bis 10 Wochen ab Bestätigung, Ready-to-Ship-Stücke werden laut FAQ innert 5 bis 7 Werktagen versendet.

Versand und Fernberatung statt Schaufenster

Wer in Bern oder Basel wohnt, muss für ein IRALIS-Stück nicht zwingend nach Zürich reisen: Der Versand innerhalb der Schweiz ist gratis, ebenso innerhalb der EU, und dauert laut FAQ innerhalb der Schweiz, Liechtensteins und Deutschlands 1 bis 2 Werktage, international 3 bis 8 Werktage. Bei einer Bestellung ausserhalb der EU bittet IRALIS um direkte Kontaktaufnahme, statt einen fixen Prozess zu nennen. Der eigentliche Grund für eine Anreise ist deshalb nicht ein Schaufenster, das gibt es hier nicht, sondern das Beratungsgespräch selbst: die Diamantauswahl bei Tageslicht statt am Bildschirm und die Anprobe der Silber-Replik vor der endgültigen Fertigung. Das ist ein anderes Modell als ein Haus an der Bahnhofstrasse mit Schaufenster und Lagerbestand zum Vorbeischauen: Wer aus einem anderen Kanton anreist, kauft sich damit vor allem Zeit mit der Gemmologin, nicht Zutritt zu einem Geschäft, das an jedem Werktag offensteht, denn ein Termin ist Voraussetzung. Für alle, die diesen Weg scheuen, bleibt die virtuelle Beratung mit anschliessendem Versand die naheliegende Alternative, ohne dass die Wahl zwischen beiden Wegen den Ablauf selbst verändert.

Preise und Zahlung

Einstiegspreise für Schmuckstücke beginnen laut FAQ bei CHF 990. Auf der Website gelistete Modelle wie der Elena Ring oder der Eileen Ring starten bei CHF 2'490, der Luna Ring bei CHF 3'150 und der Aurelia Ring bei CHF 3'250, jeweils als Einstiegspreis für die günstigste Ausführung des Modells. Bezahlt werden kann klassisch per Kreditkarte oder über Twint, Klarna, Apple Pay, Google Pay und PayPal, dazu kommen Ratenmodelle wie Twint BNPL bis CHF 1'000 oder HeyLight bis CHF 5'000 mit 25 Prozent Anzahlung und 12 Monatsraten. Pakete gelten als Wertsachen und werden nur gegen Unterschrift zugestellt, nach Erhalt und Unterschrift erlischt laut FAQ der Versicherungsschutz für die Sendung. Wer ein Stück dringend braucht, kann für Ready-to-Ship-Artikel gegen Aufpreis auf UPS- oder DHL-Express zurückgreifen, für Massanfertigungen ändert das nichts an der Produktionszeit von 2 bis 10 Wochen.

Rückgabe und was zu bedenken ist

Rückgaben sind laut FAQ 14 Tage ab Erhalt möglich, ausgenommen sind Massanfertigungen, personalisierte Stücke, gravierte Teile und Sale-Artikel, ein für Bespoke-Schmuck übliches, für Käufer aus anderen Kantonen aber besonders relevantes Detail: Wer aus der Ferne bestellt, sollte wissen, dass ein individuell gefertigter Ring nicht einfach retourniert werden kann. Zudem gilt eine Sendung laut FAQ nach der Zustellung mit Unterschrift als versicherungstechnisch abgeschlossen, ein Punkt, den ein Fernkäufer vor der Annahme kennen sollte. Wer zudem grossen Wert auf ein GIA-Zertifikat legt, muss aktiv danach fragen, denn Standard bei IRALIS ist IGI, nicht beides gleichzeitig, wie eine erste Einschätzung zu diesem Betrieb annahm.

Was bleibt, ist ein Label, das die Distanz zwischen Zürich und dem Rest der Schweiz bewusst über den Versand und die virtuelle Beratung löst statt über ein Ladennetz. Wer damit leben kann, dass das Label ohne Vitrine zum Reinschauen arbeitet, bekommt dafür ein Haus, das jeden Stein einzeln beurteilt statt ihn nur nach Zertifikat zu verkaufen, mit derselben Gemmologin, ob die Beratung in Zürich vor Ort stattfindet oder am Bildschirm aus Bern oder Basel. Für ein Paar, das die Auswahl lieber persönlich begleitet als über einen Konfigurator im Browser, ist genau das der Unterschied zu einem reinen Online-Shop, auch wenn am Ende derselbe Versandweg zum Wohnort führt.

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