Chopard (Clarence-Boutique)

3, Rue du Marché, 1204 Genève · seit 1963

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An der Rue du Marché in der Genfer Altstadt, wenige Schritte von der Rue du Rhône entfernt, führt Chopard seine Boutique Clarence. Wer aus der Deutschschweiz für einen Verlobungsring nach Genf reist, landet damit nicht bei einem beliebigen Ableger einer internationalen Marke, sondern an einer Adresse in genau der Stadt, in der Chopard seit über sechs Jahrzehnten zu Hause ist. Das unterscheidet die Boutique von einem Chopard-Schaufenster in einem x-beliebigen Flughafen-Duty-free: Genf ist für dieses Haus kein Standort unter vielen, sondern der Ort, an dem sich die Geschichte der heutigen Manufaktur entschieden hat.

Von Sonvilier über Pforzheim nach Genf

Gegründet wurde das Unternehmen nicht in Genf, sondern im Jura. 1860 eröffnete der 24-jährige Louis-Ulysse Chopard in Sonvilier eine Uhrenmanufaktur, spezialisiert auf Taschenuhren und Chronometer. Die Firma blieb über zwei Generationen in der Familie Chopard, bis Paul-André Chopard, der Enkel des Gründers, den Betrieb nach Genf verlegte, an den international bekannten Uhrmacherplatz am See. Damit war Genf schon vor der eigentlichen Übernahme durch die heutigen Eigentümer der Firmensitz. 1963 reiste Karl Scheufele III eigens nach Genf, um einen Schweizer Uhrenhersteller zu übernehmen, traf dort auf Paul-André Chopard und kaufte ihm die Firma ab. Mit seiner Frau Karin baute er Chopard von Genf aus zu einem deutlich grösseren Unternehmen aus. Diese Verbindung erklärt, warum die Genfer Boutique für dieses Haus mehr ist als ein Verkaufsort: Es ist die Stadt, in der aus einem Familienbetrieb aus dem Jura eine international bekannte Manufaktur wurde.

Bis heute liegt Chopard in den Händen der Familie Scheufele. Caroline Scheufele, Tochter von Karin und Karl Scheufele III, zeichnete früh für den Schmuckbereich verantwortlich, ihr Bruder Karl-Friedrich Scheufele für die Uhren. Er gründete zusätzlich die Chopard Manufacture im neuenburgischen Fleurier, die firmeneigene Uhrwerke herstellt, ein Schritt zu mehr Unabhängigkeit von externen Zulieferern, wie ihn nur wenige Häuser dieser Grösse konsequent gegangen sind. Chopard selbst beschreibt diese Entwicklung als eine fortlaufende Geschichte unter dem Einfluss der Familie Scheufele, von der Übernahme 1963 bis in die Gegenwart, und stellt ausdrücklich die Handschrift der Familie in den Mittelpunkt der eigenen Firmenchronik. Genf bleibt in dieser Erzählung der Ausgangspunkt, der Ort, an dem Karl und Karin Scheufele die spätere Expansion der Marke in Gang setzten, während Sonvilier und Pforzheim als Stationen der Vorgeschichte erscheinen, aber nicht mehr als aktive Firmenadressen.

Drei Boutiquen in der Schweiz, ein Zentrum

Chopard unterhält in der Schweiz aktuell drei eigene Boutiquen: Genf, Zürich und Gstaad. Wer in Zürich an der Bahnhofstrasse 40 vorbeikommt, findet dort ebenfalls eine Chopard-Adresse, telefonisch erreichbar unter +41 (44) 215 30 30. Für den nationalen Vergleich heisst das: Zürich muss nicht meiden, wer Chopard sucht, doch Genf bleibt der Ort mit der historischen Verbindung zur Marke, während Zürich in erster Linie ein weiterer Handelsplatz für eine international vertriebene Kollektion ist. Wer aus dem Mittelland oder der Ostschweiz anreist, tauscht damit die kürzere Fahrt nach Zürich gegen den Umstand, tatsächlich am historischen Ursprungsort der heutigen Firma zu stehen.

Dass diese Verbindung kein Zufall ist, zeigt sich auch am Grand Prix d'Horlogerie de Genève, dem wichtigsten Branchenpreis der Schweizer Uhrenwelt, der jedes Jahr in Genf vergeben wird. 2017 gewann Chopards L.U.C Full Strike, eine Minutenrepetition, die "Aiguille d'Or", die höchste Auszeichnung dieses Wettbewerbs. Genf ist damit nicht nur Firmensitz, sondern auch der Ort, an dem die Branche sich selbst jedes Jahr misst, ein Grund mehr, warum sich Genfer Boutiquen von vergleichbaren Adressen in anderen Kantonen unterscheiden: Hier sitzt nicht nur der Verkauf, sondern auch ein Stück der Reputation, um die es in dieser Branche geht.

Was es in der Clarence-Boutique für Verlobungsringe gibt

Chopards eigene Verlobungsring-Seite fasst das Angebot so zusammen: Diamant-Verlobungsringe, Diamant-Pavé-Ringe und Diamant-Solitärringe als das, wie es dort heisst, kostbarste Zeichen der Liebe. In den Kollektionen dominiert Platin als Metall, häufig kombiniert mit einem einzelnen Solitärstein oder mit einer Pavé-Fassung aus vielen kleinen Diamanten. Die Ice-Cube-Linie, die Chopard auch bei den Trauringen als eine ihrer drei Leitkollektionen nennt (neben Chopardissimo und Timeless), taucht auch im Verlobungsring-Sortiment auf, erkennbar an der klaren, kubisch geschliffenen Formsprache, die der Kollektion ihren Namen gibt. Konkrete Preise in Schweizer Franken nennt die Website nicht, sie zeigt US-Dollar-Beträge für den amerikanischen Markt, weshalb sich daraus keine verlässliche CHF-Preisangabe für die Genfer Boutique ableiten lässt. Wer eine Kategorie-Auswahl direkt in der Boutique-Suche filtert, findet Genf ausdrücklich unter den Adressen, die auch Uhren, Schmuck und Accessoires führen, nicht nur einen schmalen Ausschnitt des Sortiments.

Auf der eigenen Trauring-Seite nennt Chopard dieselben drei Leitkollektionen Ice Cube, Chopardissimo und Timeless als Basis für ihre Eheringe, was für Paare praktisch ist, die Verlobungs- und Ehering aus derselben Formsprache wählen möchten, statt zwei stilistisch unabhängige Stücke zu kombinieren. Wer sich in der Clarence-Boutique beraten lässt, kauft damit nicht nur einen einzelnen Ring, sondern kann bei Bedarf den späteren Ehering aus derselben Kollektion ergänzen, ein Vorteil gegenüber kleineren Adressen, die Verlobungs- und Trauringe nicht als durchgängige Linie führen.

Grosses Haus statt kleines Atelier

Am ehesten passt die Clarence-Boutique zu Paaren, denen die Herkunft der Marke genauso wichtig ist wie das fertige Stück, und die sich für ein international etabliertes Haus statt für eine kleine, lokale Werkstatt entscheiden möchten. Wer stattdessen einen unabhängigen Goldschmied oder ein Genfer Traditionshaus mit eigenem Labor sucht, ist an anderer Adresse in derselben Stadt besser aufgehoben, denn Chopard bewegt sich klar im Segment der grossen internationalen Manufakturen und tritt nicht als Massanfertigungs-Atelier auf. Für alle, die einen Namen mit Geschichte und eine physische Adresse mitten in Genf verbinden wollen, an der man den Ring nicht nur online bestellt, sondern sich auch persönlich beraten lassen kann, ist die Boutique an der Rue du Marché genau die richtige Anlaufstelle.

Fazit

Chopard ist in der Schweiz kein reines Verkaufsschild, sondern ein Haus, dessen eigentliche Geschichte 1963 in Genf begann, nachdem die Firma bereits vorher von Sonvilier an den See gezogen war. Für die nationale Kategorie Genf bedeutet das: Wer hier nach einem Verlobungsring sucht, findet in der Clarence-Boutique nicht nur Platin-Diamantringe aus Kollektionen wie Ice Cube, sondern auch eine Adresse, die enger mit der eigentlichen Firmengeschichte verbunden ist als jede andere Schweizer Chopard-Boutique, Zürich und Gstaad eingeschlossen.

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