BenGems

Rue du Marché 5, 1204 Genève · seit 2011

Zum Bewerten auf einen Stern tippen

Wer sich für einen Verlobungsring aus Genf interessiert, landet früher oder später bei BenGems. Die Firma sitzt mitten in der Genfer Altstadt, an der Rue du Marché 5, nur wenige Schritte von der Rue du Rhône entfernt, der Strasse, an der sich die grossen Namen der Schweizer Uhren- und Schmuckbranche aneinanderreihen. BenGems SA wurde am 6. Juni 2011 gegründet, geführt von Benjamin Mizrahi persönlich. Wer hier kauft, kauft nicht bei einer anonymen Filiale, sondern bei einem Betrieb, der seinen eigenen Namen im Firmennamen trägt und dessen Gründer die Beratung selbst übernimmt.

Was BenGems anbietet

Der Kern des Geschäfts ist der Edelstein selbst. BenGems verkauft und kauft Diamanten (weiss und farbig), Saphire, Rubine, Smaragde, Spinelle, Tsavorite, Spessartite, Tansanite, Turmaline, Rubellite, Aquamarine, Kunzite, Peridote, Amethyste, Citrine, Topase, Opale, Mondsteine und Perlen. Aus diesen Steinen entstehen dann die eigentlichen Schmuckstücke: Ohrringe, Ringe, Armbänder und Anhänger nach Mass, dazu die für dieses Verzeichnis relevante Kategorie, Verlobungs- und Eheringe. Im Angebot stehen klassische Verlobungsringe, Paare aus Verlobungs- und Ehering im gleichen Design sowie ein Promise- oder Commitment-Ring für Paare, die sich vor der eigentlichen Verlobung ein Zeichen geben wollen.

Ein Verlobungsring ist bei BenGems kein Katalogartikel von der Stange. Auf der eigenen Website beschreibt die Firma ihren Ansatz so: Man erstellt nicht einfach einen Ring, ein Halsband oder Ohrringe, sondern nimmt sich Zeit, um Wünsche und Stil des Kunden zu verstehen und daraus ein Einzelstück zu entwickeln, das den Erwartungen wirklich entspricht. Dazu passt, dass Benjamin Mizrahi laut eigener Darstellung Steine und Gold nach hoher Qualität auswählt, um Stücke zu schaffen, die dauerhaft sind. Wer einen bestehenden Ring nicht mehr trägt, kann ihn zudem umarbeiten lassen: BenGems bietet an, alten Schmuckstücken durch eine Transformation ein zweites Leben zu geben, statt sie in der Schublade verstauben zu lassen. Für Versicherungsfälle bei Verlust oder Diebstahl übernimmt Benjamin Mizrahi ausserdem die Bewertung von Steinen und Schmuck.

Was zählt

Der eigentliche Wert liegt in der Ausbildung des Gründers. Benjamin Mizrahi schloss sein Studium 2001 am HRD (Hoge Raad voor Diamant) in Antwerpen ab, als zertifizierter Diamond Grader und Gemologe mit Spezialisierung auf Rohdiamanten. Antwerpen ist neben Genf einer der beiden Orte, an denen der internationale Diamantenhandel seine Ausbildungsstätten hat, und ein HRD-Abschluss zählt in der Branche als eine der anerkannten Referenzen neben dem GIA in den USA. Nach dem Studium arbeitete Mizrahi für grosse Genfer Uhren- und Schmuckhäuser, bevor er 2011 sein eigenes Unternehmen gründete, um Edelsteine in eigene Kreationen zu verwandeln. Diese doppelte Herkunft, Steinhandel und Goldschmiedehandwerk, unterscheidet BenGems von reinen Ringateliers, die Steine zukaufen, ohne selbst über eine gemologische Ausbildung zu verfügen.

Auf der Website sammelt BenGems Google-Bewertungen über ein eingebundenes Widget, das mit dem Prädikat Excellent und der Angabe Basée sur 26 avis (basierend auf 26 Bewertungen) beschriftet ist. Eine konkrete Punktzahl nennt die Seite selbst nicht, nur das Gesamturteil und die Anzahl der Bewertungen. Die dort einsehbaren Kommentare aus den Jahren 2023 bis 2025 nennen Benjamin Mizrahi durchweg namentlich und loben vor allem die persönliche Beratung bei Sonderanfertigungen, etwa einer Kette mit den Geburtssteinen der eigenen Kinder oder einem umgearbeiteten Familienring.

Warum Genf für diese Suche der richtige Ort ist

Wer aus der Deutschschweiz anreist, sucht in Genf etwas anderes als in der eigenen Region. Die Stadt am Genfersee ist historisch das internationale Zentrum der Schweizer Uhren- und Schmuckindustrie, mit einer eigenen Prüfstelle für die Genfer Punze in der Uhrmacherei, die seit 1886 gesetzlich geregelt ist. Diese Punze bezieht sich zwar auf Uhrwerke und nicht auf Schmuck, sie steht aber stellvertretend für eine Handwerkstradition, in der sich internationale Häuser, unabhängige Ateliers und der Edelsteinhandel seit Generationen gegenseitig Kunden und Fachkräfte zuspielen. Genf ist zudem, anders als Zürich oder Bern, direkt an den internationalen Diamanten- und Edelsteinhandel angebunden, was Ateliers wie BenGems einen Zugang zu Rohware ermöglicht, den ein rein regionaler Goldschmiedebetrieb in der Deutschschweiz normalerweise nicht hat.

Das zeigt sich auch im Sortiment: Neben weissen und farbigen Diamanten führt BenGems Saphire, Rubine, Smaragde, Spinelle, Tsavorite, Spessartite, Tansanite, Turmaline, Rubellite, Aquamarine, Kunzite, Peridote, Amethyste, Citrine, Topase, Opale, Mondsteine und Perlen, eine Bandbreite, die ein regionaler Goldschmied ohne eigenen Zugang zum internationalen Edelsteinhandel kaum auf Lager hätte. Für einen Verlobungsring bedeutet das: Wer sich nicht auf den klassischen weissen Diamanten festlegen will, sondern etwa einen farbigen Saphir oder einen Tsavorit als Mittelstein sucht, findet bei BenGems eine Auswahl, die über das übliche Sortiment hinausgeht. Wer aus der Deutschschweiz kommt, sollte einplanen, dass die Beratung bei BenGems in Französisch oder Englisch stattfindet, die Website selbst ist zweisprachig französisch und englisch, nicht deutsch.

Wie BenGems sich einordnet

Innerhalb von Genf konkurriert BenGems mit einer Reihe grosser, seit Jahrzehnten etablierter Juweliere an der Rue du Rhône. Gegenüber diesen Häusern positioniert sich BenGems bewusst kleiner und persönlicher: kein Ladengeschäft mit Schaufensterauslage, sondern ein Atelier, in dem der Gründer selbst berät und mitarbeitet. Das drückt sich auch im Kundenkreis aus, die Firma richtet sich laut eigener Aussage sowohl an Privatpersonen, die in Edelsteine investieren oder ein Einzelstück anfertigen lassen wollen, als auch an Fachleute der Branche, die Steine im Grosshandel beziehen. Für einen Verlobungsring bedeutet das: Wer ohnehin einen individuell gefertigten Ring mit Wunschstein sucht und nicht ein Modell von der Stange, findet hier einen Ansprechpartner, der den gesamten Weg vom Rohstein bis zur fertigen Fassung selbst überblickt.

Ein Nachteil aus Sicht eines auswärtigen Käufers: Öffnungszeiten sind auf der Kontaktseite nicht aufgeführt, ein Termin sollte also vorab telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden, was bei einer spontanen Reise aus der Deutschschweiz etwas Vorlaufzeit braucht. Auch fehlt ein öffentlich einsehbarer Online-Katalog mit Preisen, was bei einem Atelier für Massanfertigungen aber wenig überrascht und eher der Regel in diesem Segment entspricht als eine Besonderheit von BenGems.

Für ein Verlobungsprojekt ist das eher ein Vorteil als ein Manko: Ein Preis lässt sich bei einer Massanfertigung ohnehin erst nach dem Gespräch über Stein, Fassung und Wunschgrösse seriös nennen, ein Katalogpreis wäre an dieser Stelle irreführend. Wer sich auf ein Erstgespräch per Telefon oder E-Mail einlässt, bevor die Reise nach Genf gebucht wird, kann Erwartungen, Budgetrahmen und mögliche Steine schon vorab klären und die Zeit vor Ort dann auf die eigentliche Auswahl und die Anprobe konzentrieren.

Ein Atelier für Steinliebhaber, kein Ladengeschäft

BenGems passt zu Paaren, die einen Verlobungsring wirklich als Einzelstück verstehen und bereit sind, dafür den Weg nach Genf auf sich zu nehmen. Wer die gemologische Ausbildung des Beraters ebenso wichtig findet wie das fertige Design, findet in Benjamin Mizrahi einen Ansprechpartner mit nachweisbarer fachlicher Herkunft aus Antwerpen und langjähriger Erfahrung im Genfer Uhren- und Schmuckmilieu. Für alle, die primär Wert auf ein grosses Ladengeschäft mit sofort verfügbaren Ringen legen, ist ein Atelier dieser Grösse dagegen weniger geeignet.

Kontakt: Rue du Marché 5, 1204 Genève, Telefon +41 22 342 02 48, Mobile +41 79 247 08 58, E-Mail bmizrahi@bengems.com.

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