Sahak Fine Swiss Jewellery (Sahak Jewellery AG)

Limmatquai 24, 8001 Zürich

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Sahak Fine Swiss Jewellery führt seinen Laden an einer einzigen Adresse, Limmatquai 24 in Zürich, direkt am Fluss und im Haus zum Finken, einem historischen Gebäude der Altstadt. Wer von aussen kommt, findet hier keine Kette und keine Filiale eines grösseren Konzerns, sondern die Sahak Jewellery AG, ein Unternehmen, das laut eigener Chronik seinen Ursprung nicht in Zürich, sondern in Winterthur hat. Gegründet hat es Sahak Demirci, der auf seiner Team-Seite von 20 erfolgreichen Berufsjahren als Goldschmied und Designer spricht. Genau diese Herkunftsgeschichte macht das Geschäft für eine landesweite Suche interessant, denn sie unterscheidet sich deutlich von den alteingesessenen Häusern der Zürcher Bahnhofstrasse.

Von Winterthur an den Limmatquai

Die eigene Chronik der Firma beschreibt eine ungewöhnlich detaillierte Entwicklung. 2009 legte Sahak Demirci die Grundpfeiler für seine eigene Firma und eröffnete ein Goldschmiede-Atelier in Winterthur. 2010 folgte, unter dem Namen Faktor S Design & Goldschmiede, ein Etagen-Juwelier in Winterthur Seen. 2012 zog der Betrieb an die Obergasse 7 in der Winterthurer Altstadt um, 2015 wurde nach fünf Jahren am Standort ein länger geplanter Ladenumbau realisiert und die Firma in Faktor S Goldschmiede & Chronometrie umbenannt. Anfang 2016 kam mit Sahak Unique Pink Jewellery eine eigene Kollektion für gleichgeschlechtliche Paare dazu, die das Unternehmen selbst als europaweit erste ihrer Art beschreibt. Am 25. August 2016 eröffnete dann das neue Unternehmen unter dem Namen Sahak Jewellery AG in der Zürcher Altstadt, während der Standort in Winterthur zunächst parallel weitergeführt und 2017 mit neuem Innenausbau wiedereröffnet wurde, im selben Jahr kam die Uhrenmarke Aerowatch neu ins Sortiment. 2020, im zehnten Jahr des Unternehmens, wurden die Standorte konsolidiert und der heutige Laden am Limmatquai 24 im Haus zum Finken eröffnet. 2025 feierte die Firma ihr 15-jähriges Jubiläum mit einer Neuausrichtung des Markenauftritts. Heute nennt die Kontaktseite nur noch die eine Adresse in Zürich, ein Hinweis auf einen zweiten Standort fehlt.

Diese Geschichte unterscheidet einen Besuch bei Sahak von einem Abstecher in eine der etablierten Bahnhofstrasse-Adressen. Wer dort hingeht, kauft bei einem Haus mit jahrzehntelanger, oft über Generationen vererbter Handelstradition am teuersten Boulevard des Landes. Wer zu Sahak an den Limmatquai fährt, besucht ein Unternehmen, das sich innerhalb von etwas mehr als einem Jahrzehnt selbst von einem Atelier in Winterthur zu einem eigenständigen Zürcher Juwelier mit eigener Werkstatt entwickelt hat. Für eine landesweite Auswahl ist das ein anderer, aber legitimer Grund, den Weg auf sich zu nehmen: ein inhabergeführter Betrieb, dessen Wachstum sich lückenlos nachzeichnen lässt, statt eine Adresse, deren Geschichte länger zurückreicht als jede nachprüfbare Quelle. Auf seiner eigenen Team-Seite fasst Sahak Demirci diesen Werdegang mit dem Leitsatz "Aus Leidenschaft kann Grosses entstehen" zusammen, ein Satz, der sich angesichts der dokumentierten Chronik nicht nur als Slogan liest, sondern als Beschreibung eines tatsächlich nachvollziehbaren Wegs vom Einzelatelier zur eigenen Aktiengesellschaft.

Verlobungsringe und eigene Goldschmiede

Auf der Verlobungsring-Seite beschreibt sich das Haus mit dem Satz, man begleite Paare gemeinsam auf diesem Weg und schaffe den passenden Ring, der nur für die eine Person bestimmt ist. Angeboten werden mehrere Kategorien, darunter Solitär-Ringe, Alliance-Fassungen, Diamant-Ringe, Ringe mit farbigen Edelsteinen und Trilogy-Modelle, gearbeitet in Weiss-, Rosé- und Gelbgold, mit Diamanten oder farbigen Steinen wie Granat. Preise werden auf der Website nicht genannt, ebenso wenig ein bestimmtes Prüflabor für die verwendeten Steine, weder GIA noch SSEF Basel noch Gübelin werden erwähnt.

Was die Website dafür ausführlich beschreibt, ist die eigene Goldschmiede-Werkstatt. Dort steht laut eigener Darstellung nicht nur das fertige Schmuckstück im Vordergrund, sondern der ganze Entstehungsprozess von der ersten Skizze bis zum fertigen Stück, und die individuelle Anfertigung eines unikaten Schmuckstücks wird als eine der Königsdisziplinen des Goldschmiedehandwerks bezeichnet. Neben der Neuanfertigung repariert die Werkstatt auch bestehenden Schmuck, von gerissenen Ketten über Ringgrössen-Anpassungen bis zu aufwendigen Revisionen wertvoller Stücke, dazu kommen Perlenpflege, Stein-Ersatz sowie Hand- und Lasergravur im Haus. Eine eigene Uhrenrevision zerlegt mechanische, automatische und Quarzuhren vollständig in ihre Einzelteile, was für ein Geschäft dieser Grösse ein ungewöhnlich breites Leistungsspektrum unter einem Dach ist. Zu welchen Konditionen genau, sagt die Website nicht, formale Ausbildungsnachweise wie eine Goldschmied-Lehre mit EFZ-Abschluss werden auf der Handwerksseite nicht einzeln aufgeführt, auch wenn der Betrieb sich als Goldschmiede-Handwerksbetrieb versteht.

Zum Sortiment gehören zudem Uhren der Marke Aerowatch. Das ist keine Eigenmarke, sondern ein familiengeführtes Unternehmen aus Saignelégier im Jura, das die eigene Aerowatch-Seite als seit 1910 fertigende Uhrenmanufaktur beschreibt. Für Sahak bedeutet das ein zusätzliches, unabhängig geprüftes Uhrenangebot neben dem selbst gefertigten Schmuck, was den Laden am Limmatquai zu einer Adresse macht, an der sich Verlobungsring und Hochzeitsuhr im selben Termin besprechen lassen.

Wie es sich einordnet

Innerhalb der Kategorie ist Sahak damit klar von der Bahnhofstrasse-Kernlage abgegrenzt: Der Laden liegt am anderen Ufer der Altstadt, in einem historischen Haus, aber ausserhalb des klassischen Uhren- und Schmuckboulevards, und die Firmengeschichte ist jung genug, um öffentlich nachvollziehbar zu sein, anstatt sich auf eine jahrhundertealte, kaum mehr prüfbare Erzählung zu stützen. Der eingetragene Firmensitz liegt laut den rechtlichen Bestimmungen der Website ausserdem nicht direkt am Ladenlokal, sondern in einer anderen Gemeinde im Kanton Zürich, ein Detail, das für die Beratung vor Ort aber keine Rolle spielt, weil Verkauf und Werkstatt am Limmatquai zusammen untergebracht sind.

Ein weiterer Punkt für die landesweite Einordnung: Auf der Mitgliederseite des Verbands Zürcher Goldschmiede & Uhrmacher ist die Sahak Jewellery AG derzeit als einziger Eintrag aufgeführt. Wie stabil diese Liste geführt wird, lässt sich von aussen nicht beurteilen, weshalb dieser Punkt hier als Randnotiz steht und nicht als Hauptargument, aber er passt zum Bild eines Betriebs, der sich innerhalb der Zürcher Branche als eigenständige, ernstzunehmende Adresse etabliert hat.

Für Paare aus einem anderen Kanton, die einen Verlobungsring nicht bei einer traditionsreichen Institution, sondern bei einem Betrieb mit eigener Werkstatt und einer nachvollziehbaren, noch jungen Erfolgsgeschichte suchen, ist der Weg an den Limmatquai eine sinnvolle Option. Wer stattdessen die grösstmögliche Auswahl an Prüflabor-zertifizierten Steinen oder öffentlich einsehbare Preise sucht, findet auf der Website selbst keine Angaben dazu und sollte das im persönlichen Gespräch vor Ort klären. Als einziger Standort ohne Filialnetz verlangt ein Besuch etwas Planung, dafür trifft man am Limmatquai auf ein Team, das Design, Fertigung und Reparatur unter demselben Dach zusammenhält, seit es sich 2020 dort niedergelassen hat.

Praktisch heisst das: Anreise am Vormittag oder frühen Nachmittag einplanen, denn der Laden bleibt montags geschlossen, öffnet dienstags bis freitags morgens und nachmittags mit einer Mittagspause und samstags durchgehend. Wer aus einem anderen Kanton anreist, kombiniert den Termin am besten mit einem Samstag, an dem durchgehend geöffnet ist, statt auf ein enges Zeitfenster unter der Woche zu setzen. Für ein Paar, das sich zuerst online über Ringformen und Steinarten informiert und dann für die eigentliche Auswahl und Beratung persönlich vorbeikommt, bietet Sahak damit einen Ablauf, der sich unabhängig von der Herkunft der Kundschaft gut planen lässt.

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