Cartier
Zum Bewerten auf einen Stern tippen
Cartier führt auf seiner Schweizer Website eine eigene Rubrik für Verlobungsringe, unter der Adresse cartier.com/en-ch/jewellery/engagement-rings, und dort werden die Ringe nicht bloss gezeigt, sondern direkt zum Kauf angeboten, mit einem Link, der von der Produktseite ohne Umweg zur Boutiquensuche führt. Das ist der entscheidende Unterschied zu Marken, die online lediglich inspirieren und den Kauf dann komplett der Boutique überlassen, ohne dass online klar wird, was dort überhaupt erhältlich ist.
Die Zürcher Boutique liegt an der Bahnhofstrasse 47, 8001 Zürich, mitten im teuersten und bekanntesten Abschnitt der Strasse, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof und damit von jedem Schweizer S-Bahn-Netz aus erreichbar. Die Boutique ist laut dem offiziellen Store-Verzeichnis unter der Nummer 044 211 11 41 erreichbar, geöffnet Montag bis Freitag von 10:00 bis 19:00 Uhr und Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr, Sonntag geschlossen. Das sind Zeiten, die sich mit einem Tagesausflug von auswärts gut vereinbaren lassen, ohne dass man auf einen bestimmten Wochentag angewiesen ist.
Warum diese Adresse und nicht eine andere
Die Bahnhofstrasse ist die Adresse, an der sich in Zürich die internationalen Maisons konzentrieren, und genau das macht den Unterschied zu einem x-beliebigen Juwelier in einer Zürcher Nebenstrasse oder in einer anderen Stadt. Wer eine Cartier-Boutique sucht, findet in der Schweiz laut dem offiziellen Boutiquen-Verzeichnis von Cartier acht Standorte: Basel, Genève, Interlaken, Kloten, Lucerne, Lugano, St. Moritz und Zürich. Zürich ist also keine Ausnahme, sondern einer von mehreren Schweizer Standorten, und genau das ist für Käufer aus anderen Kantonen relevant: Wer näher bei Basel oder Genf wohnt, muss nicht zwingend nach Zürich reisen. Wer aber ohnehin am Hauptbahnhof umsteigt oder eine der wenigen Adressen sucht, an denen man Cartier physisch anfassen und anprobieren kann, statt eine Filiale in einem Einkaufszentrum zu besuchen, findet an der Bahnhofstrasse die repräsentativste Schweizer Adresse der Marke, im selben Strassenabschnitt wie die Boutiquen der anderen grossen Maisons.
Das unterscheidet den Trip von einer Fahrt zu einem der übrigen sieben Standorte: Interlaken und St. Moritz bedienen in erster Linie den Ferien- und Tourismusverkehr, Kloten sitzt am Flughafen, Lugano bedient das Tessin. Die Bahnhofstrasse dagegen ist die Adresse, die man auch dann ansteuert, wenn man gar nicht zufällig vorbeikommt, sondern gezielt für den Ring anreist, weil hier die Auswahl und die Beratung am ehesten dem entsprechen, was man von einer internationalen Maison erwartet.
Was die Website konkret zeigt
Auf der verlinkten Seite listet Cartier mehrere Verlobungsringkollektionen mit eigenen Namen, darunter Solitaire 1895, Cartier Destinée, Love, Etincelle de Cartier, Trinity Ruban und Vendôme Louis Cartier, dazu eine separate Rubrik für farbige Edelsteine. Zu den Ringen selbst schreibt Cartier auf der Seite, dass die Maison jeden Stein zur Geltung bringen wolle und dass sämtliche Verlobungsringe, von den klassischen bis zu den ausgefalleneren Entwürfen, von Hand in den eigenen Ateliers gefasst würden. Das ist eine Aussage, die man bei einer Maison dieser Grösse ernst nehmen kann, weil Cartier seine Fertigung traditionell nicht komplett auslagert.
Wer keinen der bestehenden Ringe möchte, bekommt über den Service Set For You by Cartier die Möglichkeit, Diamant und Fassung selbst zusammenzustellen und so einen individuellen Ring entwerfen zu lassen. Cartier beschreibt diesen Service auf der Seite als eine Einladung, die eigene Liebe über die Wahl von Stein und Fassung sichtbar zu machen. Das ist kein Konfigurator im technischen Sinn mit Preisrechner, sondern ein Beratungsangebot, das über die Boutique läuft, was für eine Boutique an einer Adresse wie der Bahnhofstrasse gut passt, wo persönliche Beratung ohnehin Teil des Erlebnisses ist. Preise nennt die Website nicht, weder für die Kollektionen noch für den individuellen Service, was bei dieser Preisklasse üblich ist und was man vor Ort erfragen muss.
Für den Weg zur Boutique verweist die Website mit einem eigenen Link auf die Boutiquensuche, über die sich die Adresse an der Bahnhofstrasse 47 bestätigen lässt. Wer den Ring nicht online, sondern direkt vor Ort auswählen will, findet also einen klaren Pfad von der Produktseite zur physischen Adresse, ohne Umweg über eine allgemeine Kontaktseite.
Wer dahintersteht
Cartier wurde 1847 von Louis-François Cartier in Paris gegründet und ist bis heute eine französische Maison mit Sitz in Paris. Seit 1988 gehört die Gruppe zum Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont mit Sitz in Bellevue, der auch Marken wie Van Cleef & Arpels oder IWC führt. Das erklärt, warum eine französische Maison ohne Weiteres acht Standorte in der Schweiz unterhält: Richemont hat hierzulande sowohl die Konzernzentrale als auch ein etabliertes Netz an Boutiquen für seine Marken, wovon Cartier profitiert, auch wenn die Marke selbst französisch bleibt.
Eine von acht Adressen, keine Ausnahme
Wer näher bei Basel, Genf oder Lugano wohnt, hat dort eine eigene Cartier-Boutique und muss für die Marke nicht zwingend nach Zürich. Die Bahnhofstrasse 47 sticht innerhalb der acht Schweizer Adressen trotzdem heraus, weil sie die einzige ist, die mitten im Geschäft mehrerer konkurrierender Maisons liegt statt an einem Ferienort oder am Flughafen: Wer ohnehin am Hauptbahnhof umsteigt oder mehrere Marken direkt nebeneinander vergleichen will, findet hier die Adresse mit klaren Öffnungszeiten und einer Website, die den Weg von der Produktauswahl zur Boutique direkt vorgibt. Wer stattdessen ohnehin in Interlaken, St. Moritz oder am Flughafen Zürich unterwegs ist, kann dort ebenso eine Cartier-Boutique aufsuchen, ohne die Bahnhofstrasse überhaupt anzusteuern.
Ein Nachteil bleibt: Wer vorab genau wissen will, was ein bestimmtes Modell kostet, findet auf der Website keine Preise, sondern muss entweder anrufen oder die Boutique besuchen, was den Vergleich mit anderen Anbietern vor der Anreise erschwert. Ein zweiter Punkt: Cartier ist keine kleine, spezialisierte Adresse mit persönlicher Werkstattgeschichte vor Ort, sondern eine internationale Maison, bei der die Beratung standardisierter abläuft als bei einem unabhängigen Goldschmied im selben Quartier. Wer genau diese Nähe zur Werkstatt sucht, findet sie eher bei einem kleineren Anbieter in der Altstadt als bei einer Maison mit acht Schweizer Filialen.
Wer damit leben kann und ohnehin Wert auf eine der bekanntesten Maisons überhaupt legt, bekommt an dieser Adresse eine der wenigen Stellen in der Schweiz, an denen Cartier-Verlobungsringe nicht nur gezeigt, sondern auch verkauft werden. Für einen Kauftrip aus einem anderen Kanton bleibt die Bahnhofstrasse damit die naheliegendste Wahl unter den acht Adressen der Marke: zentral gelegen, gut angebunden an den Hauptbahnhof, mit festen Öffnungszeiten und mit einer Website, die den Weg von der Produktseite bis zur Boutique lückenlos vorgibt, statt Interessenten mit einer allgemeinen Kontaktadresse allein zu lassen.