La Serlas

Fortunagasse 26, 8001 Zürich · seit 1979

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La Serlas hat eine eigene, funktionierende Website mit Onlineshop, klar getrennten Kollektionen und einer Seite, die ausschliesslich Brautschmuck zeigt. Die eigene Bridal-Seite zeigt bereits vor jedem Besuch eine echte Kollektion mit 27 Stücken, darunter 12 Verlobungsringe, dazu Ohrringe, eine Halskette und ein Armband. Das ist mehr, als viele Adressen auf dieser Liste online zeigen, und schafft eine reale Vorauswahl, bevor überhaupt ein Termin im Salon ansteht.

Der Laden selbst liegt an der Fortunagasse 26, 8001 Zürich, einer der schmalen Altstadtgassen, die vom Lindenhof hinunter zur Bahnhofstrasse führen. Auf der eigenen Website beschreibt La Serlas die Lage so: das Geschäft liege oberhalb von Bahnhofstrasse und Rennweg, mitten im historischen Zentrum. Für jemanden, der eigens für den Ringkauf nach Zürich fährt, ist das kein Nebensatz: Fortunagasse ist zu Fuss erreichbar von der Bahnhofstrasse, ohne dass man sich in ein Tramnetz einarbeiten müsste, und liegt in Gehdistanz zum Hauptbahnhof, wo der Fernverkehr aus praktisch jedem Kanton zusammenläuft. Wer den Zug nimmt, ist in wenigen Gehminuten am Ziel: einem laut eigener Beschreibung wohnzimmerartig eingerichteten Salon, der bewusst nicht wie ein gewöhnliches Schaufenstergeschäft wirken soll.

Die Bahnhofstrasse selbst ist seit dem 19. Jahrhundert Zürichs Adresse für Banken, Uhren und Schmuck, und internationale Juweliershäuser haben sich genau deshalb hier angesiedelt statt in Bern an der Kramgasse oder in Basel an der Freien Strasse, wo die Altstadt eher von Traditionsgeschäften und Antiquitäten geprägt ist. La Serlas sitzt nicht direkt an der Bahnhofstrasse, sondern eine Gasse dahinter, was zum eigenen Auftritt passt: kein Schaufenster-Trubel, sondern ein ruhigerer Salon abseits der Hauptlaufwege, aber ohne die Adresse zu verlassen, die für Zürichs Luxusschmuckhandel steht.

Woher das Haus kommt

Laut der eigenen Firmengeschichte wurde La Serlas 1979 von Heinrich Schmid in St. Moritz gegründet, gegenüber dem Palace Hotel, und wurde dort schnell zum Treffpunkt für eine internationale, gutbetuchte Kundschaft. Eine Zusammenarbeit mit dem Kunsthändler Peter Zervudachi festigte den Ruf des Hauses in dieser Zeit. 1992 brachte Heinrich Schmid La Serlas an die Bahnhofstrasse nach Zürich. Die Website nennt als langjährige Werkstattpartner die Ateliers Cavalli und Crincoli, mit denen Einzelstücke gefertigt wurden. 2025 eröffnete das Haus die neue Boutique samt Atelier in der Fortunagasse, die heute auf der Website als einziger Standort geführt wird, mit dem Zusatz "Zürich Flagship". Ein zweiter Laden anderswo in der Schweiz wird auf der Seite nicht genannt.

Geführt wird La Serlas heute von Heinrich Schmid gemeinsam mit seinem Sohn Christopher, der laut eigener Darstellung seit jungen Jahren im Handwerk des Vaters ausgebildet wurde. Die Kontaktadresse auf der Website, christopher@laserlas.com, ist direkt auf den Sohn ausgestellt, was für ein inhabergeführtes Haus spricht statt für eine reine Verkaufsfiliale.

Was hinter dem Salon liegt

Hinter dem Verkaufsraum betreibt La Serlas laut eigener Beschreibung eine eigene Goldschmiede-Werkstatt, in der Fassungen und Anpassungen direkt vor Ort entstehen. Für einen Verlobungsring ist das relevant, weil eine Fassung, die im selben Haus gefertigt wird, das seit 1979 mit denselben Handwerkspartnern arbeitet, in der Regel weniger Umwege für Änderungen am Ring bedeutet als bei einem Haus, das nur verkauft und die Herstellung auslagert. Schmuck, der in einer Schweizer Werkstatt gefertigt wird, unterliegt zudem der Kontrolle durch die eidgenössische Edelmetallkontrolle, die die Feingehaltspunze auf Gold- und Platinstücken vergibt, ein Standard, den ein Käufer bei einem reinen Importhändler nicht in gleicher Form erwarten kann.

Die Bridal-Kollektion

Die eigene Bridal-Seite von La Serlas führt 27 Produkte: 12 Ringe, 13 Ohrringe, eine Halskette und ein Armband. Das ist eine der wenigen Adressen auf dieser Liste, die eine eigene, klar abgegrenzte Brautschmuck-Rubrik führt statt Verlobungsringe unter allen Ringen zu verstecken. Zum Vergleich: Die allgemeine Ringkollektion des Hauses umfasst insgesamt 62 Stücke, darunter auch farbige Diamanten in Pink, Gelb und Grün, Burma-Saphire, kolumbianische Smaragde und ein 20-karätiger Emerald-Cut-Ring. Die Bridal-Auswahl ist also der kleinere, gezielt kuratierte Ausschnitt aus einem Haus, das sein Geschäft im Wesentlichen mit seltenen Farbsteinen macht, nicht mit Katalogware.

Bei Steinen dieser Preisklasse fragen Schweizer Käuferinnen und Käufer meist nicht nur nach einem GIA-Zertifikat, sondern auch nach einem Gutachten der SSEF in Basel oder des Gübelin Gem Lab, den beiden Schweizer Labors, die bei Farbdiamanten und farbigen Edelsteinen neben oder anstelle von GIA geprüft werden. Auf welche Zertifikate La Serlas bei welchem Stück konkret zurückgreift, nennt die Website nicht öffentlich, das wäre vor Ort zu klären.

Neben dem fertigen Sortiment bietet das Haus einen Bespoke-Service an: Nach eigener Beschreibung begleitet La Serlas Kundinnen und Kunden von der Auswahl des Steins bis zum letzten Detail der Fassung, gemeinsam mit den hauseigenen Handwerkern. Für ein Paar, das mit einer konkreten Vorstellung anreist statt mit einem Katalogbild, ist das der naheliegendere Weg als ein Griff ins Regal.

Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Der Salon ist laut eigenen Angaben Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Samstag von 10.30 bis 17.30 Uhr, Sonntag bleibt geschlossen. Wer die Reise von ausserhalb Zürichs plant, sollte das einkalkulieren: ein Samstagvormittag funktioniert, ein Sonntagsbesuch nicht. Kontakt ist über zwei Telefonnummern und eine direkte E-Mail-Adresse an Christopher Schmid möglich, was für ein Haus dieser Grösse eine unkomplizierte Terminvereinbarung erwarten lässt. Ein Kauf in der Schweiz unterliegt unabhängig vom Laden der zweijährigen gesetzlichen Gewährleistung nach Obligationenrecht, ein Mindeststandard, den jeder Schweizer Händler tragen muss und der bei einem Haus mit eigener Werkstatt vor Ort auch praktisch eingelöst werden kann.

Für wen sich der Besuch lohnt

La Serlas ist kein Ring-Discounter und positioniert sich auch nicht so: kein Rabattbanner, keine Einstiegspreise auf der Startseite, sondern seltene Steine, eine eigene Werkstatt und eine Familiengeschichte, die bis nach St. Moritz zurückreicht. Wer im Bespoke-Gespräch einen Ring in Auftrag geben will, der in derselben Gasse auch gefertigt wird, findet in der Fortunagasse eine der wenigen Adressen, die diesen ganzen Weg von der Idee bis zur Fassung im eigenen Haus abdecken. Wer dagegen ein bestimmtes Budget im Kopf hat und das vorab online sehen will, muss vor Ort nachfragen, denn Preise nennt die Website zur Bridal-Kollektion nicht.

Ein Wermutstropfen: Ausserhalb der Fortunagasse gibt es keinen zweiten Standort, wer nicht selbst nach Zürich kommt oder fährt, kommt an La Serlas nicht vorbei am Bespoke-Gespräch vor Ort. Für ein Haus dieser Grösse und mit diesem Werkstattanspruch ist das aber eher die logische Konsequenz als ein Mangel.

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