Goldschmiede Christa Portmann
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Die Goldschmiede Christa Portmann ist ein Handwerksatelier in Root, einer Gemeinde im Rontal zwischen Luzern und Zug. Christa Portmann hat den Betrieb 2004 gegründet. Sie ist gelernte Goldschmiedin EFZ und Detailhandelsfachfrau EFZ und hat sich zusätzlich in einem Juwelenfasser-Kurs und in Marketingkursen weitergebildet. Am Klausfeld 26, ihrem eigenen Atelier, entstehen Eheringe, Verlobungsringe und individueller Schmuck von Hand, von der Skizze bis zur fertigen Fassung.
Für ein Verlobungspaar aus dem Raum Zug oder aus der Stadt Luzern ist das Atelier damit eine ruhigere Alternative zu den grossen Namen an der Bahnhofstrasse: eine Werkstatt, die nicht auf Laufkundschaft, sondern auf Termine mit persönlicher Beratung setzt. Neben den Eigenanfertigungen führt das Atelier laut Website auch ausgewählte Schmuckkollektionen für alle, die kein reines Unikat, sondern eine bereits fertige Linie sehen wollen, bevor sie sich für eine Massanfertigung entscheiden, und bietet eine persönliche Schmuckberatung als eigenen Programmpunkt an, unabhängig davon, ob am Ende ein Kauf oder ein Auftrag steht.
Das Angebot deckt praktisch die gesamte Bandbreite des Goldschmiedehandwerks ab: individuelle Schmuckanfertigungen, Unikatschmuck nach eigenen Wünschen, Umarbeitungen und Upcycling, Reparaturen und Auffrischungen, Schmuckschätzungen, das Neuknüpfen von Perlenketten, das Aufziehen von Steinketten, der Ersatz von Uhrenbatterien und Uhrenarmbändern sowie Lasergravuren. Wer geerbten Goldschmuck besitzt, der emotional wichtig, aber stilistisch nicht mehr tragbar ist, kann ihn hier zu neuem Schmuck umarbeiten lassen, statt ihn zu verkaufen. Das Atelier nennt das auf seiner Website ausdrücklich als eigenen Service unter dem Titel "Aus Alt wird Neu".
Bei den Lasergravuren geht das Atelier ins Detail. Persönliche Handschrift, ein Fingerabdruck, ein Symbol oder Logo, eine Zeile aus einem Gedicht oder Lied, eine eigene Skizze oder auch eine Foto-Lasergravur: All das lässt sich laut Website mit moderner Lasertechnik in ein Schmuckstück einarbeiten. Der Laserstrahl trägt das Material gezielt ab und erlaubt sehr feine Konturen, altes Goldschmiedehandwerk trifft dabei auf neue Technik. Gefertigt wird auch das im eigenen Atelier, nicht extern vergeben. Für ein Paar, das dem Verlobungsring eine eingravierte Zeile oder den Fingerabdruck des Partners mitgeben will, ist das eine Option, die nicht jede Werkstatt im Angebot hat.
Eine erklärte Passion von Christa Portmann sind individuell geschmiedete Bergringe: Ringe, in die ein Lieblingsberg oder das Panorama vom eigenen Ferienhaus eingearbeitet wird. Für ein Paar, das seinen Verlobungsring nicht von der Stange will, ist das ein Argument, das über den reinen Materialwert hinausgeht.
Beim Material setzt das Atelier auf Ökogold, wiederverwertetes Edelmetall aus einem geschlossenen Kreislauf von Recycling und Aufarbeitung statt aus dem Bergbau. Schmuckstücke mit dem Green Gold Label sind laut Website entlang der gesamten Wertschöpfungskette COC-zertifiziert, was die Einhaltung von Menschenrechten, sozialer Verantwortung und ökologischen Standards einschliesst. Für Kundschaft, die einen Ring ohne Minengold sucht, ist das ein Kriterium, das nicht jede Goldschmiede in der Region von sich aus anbietet.
Team und Werkstatt
Im Atelier arbeiten zwei ausgebildete Goldschmiedinnen. Christa Portmann führt den Betrieb seit der Gründung 2004. Neben der Goldschmiedin-EFZ-Lehre hat sie eine Ausbildung zur Detailhandelsfachfrau EFZ mit Fachrichtung Uhren-Schmuck-Edelsteine, eine Handelsschule und einen Juwelenfasser-Kurs absolviert, dazu Marketingkurse: eine Kombination aus Handwerk und kaufmännischem Wissen, die einer Ein-Personen-Werkstatt zugutekommt, wenn Beratung, Kalkulation und Fertigung in derselben Hand liegen. Janine Wespi ist seit 2018 als Mitarbeiterin dabei, sie hat die Ausbildung zur Bijouterie-Polisseuse EFZ und zur Goldschmiedin EFZ absolviert, dazu einen Vorkurs an der Kunsthochschule Luzern und ein Praktikum im Schmuckdesign. Beide Ausbildungswege folgen dem Schweizer Lehrsystem mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis, nicht einem reinen Verkaufsberuf. Das Handwerk wird an der eigenen Werkbank ausgeübt, nicht zugekauft.
Wer in der Schweiz bei einer eingetragenen Goldschmiede wie dieser einen Ring in Auftrag gibt, kauft nicht anonym ein: Für Mängel an neu angefertigter Ware aus Edelmetall gilt hierzulande gesetzlich eine Gewährleistung von 2 Jahren nach Obligationenrecht, unabhängig davon, in welchem Kanton die Werkstatt sitzt. Das ist ein Unterschied zum Kauf über einen ausländischen Online-Shop, bei dem sich Reklamationen ungleich schwerer durchsetzen lassen.
Geöffnet ist Mittwoch bis Freitag von 09.00 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 18.00 Uhr, samstags von 09.00 bis 15.00 Uhr. Für Beratungen bittet das Atelier ausdrücklich um eine Terminvereinbarung, Termine sind laut Website auch ausserhalb der regulären Öffnungszeiten möglich. Das passt zum Charakter des Betriebs: kein Laden zum spontanen Reinschauen, sondern eine Werkstatt, die sich für jedes Gespräch Zeit nimmt.
Wie es sich einordnet
Root gehört administrativ zum Kanton Luzern, liegt aber praktisch an der Grenze zum Kanton Zug, in genau dem Landstrich, den diese Rubrik neben Luzern auch für Zug, Nidwalden und Obwalden abdeckt. Wer in der Stadt Luzern selbst kauft, findet dort die grösseren Namen mit Schaufenstern in der Altstadt. Wer nach Root fährt, tauscht das gegen ein kleineres, familiengeführtes Atelier, in dem die Inhaberin selbst am Werkstück sitzt. Eine Filiale ausserhalb von Root nennt die Website nicht, das Geschäft bleibt an einem Standort.
Am besten passt die Goldschmiede Christa Portmann zu einem Paar, das einen Ehering oder Verlobungsring wirklich von Grund auf gestalten will, sei es mit einem Bergmotiv, einer Gravur oder aus umgearbeitetem Familiengold, und das dafür eine ruhige, terminbasierte Beratung einer Vitrine in der Fussgängerzone vorzieht. Auch wer eine geerbte Kette neu knüpfen oder eine Uhr mit neuer Batterie und neuem Armband versehen lassen will, ist hier richtig, auch wenn das allein nicht der Grund für den Weg nach Root sein wird. Weniger passend ist das Atelier für jemanden, der schnell und ohne Voranmeldung einen Ring von der Stange kaufen will, dafür sind Betriebe mit durchgehenden Ladenöffnungszeiten und grösserem Lagerbestand die bessere Adresse.
Ein Nachteil liegt auf der Hand: Ohne Termin läuft hier wenig, und wer spontan an einem Sonntag vorbeikommen will, hat Pech, das Atelier ist an keinem Tag der Woche durchgehend geöffnet, für Montag, Dienstag und Sonntag nennt die Website gar keine Öffnungszeiten. Auch die Anfahrt braucht etwas Planung, Root ist kein Laufkundschafts-Standort mit Schaufenstern an einer Einkaufsstrasse, sondern ein Atelier, zu dem man bewusst hinfährt. Wer das einplant, bekommt dafür ein Handwerksatelier, das seine Ringe tatsächlich selbst schmiedet, mit Ökogold arbeitet und für ausgefallene Wünsche wie ein eingearbeitetes Bergpanorama oder eine persönliche Lasergravur offen ist. Für ein Verlobungspaar, das der Sache eine eigene Geschichte geben will statt einer Vitrinenware von der Stange, ist der Weg nach Root eine Adresse, die sich lohnt, auch wenn die Gemeinde nicht die erste ist, die einem beim Ringkauf in der Zentralschweiz einfällt.