Rietz AG Uhren & Juwelen

Weite Gasse 7, Baden · seit 1942

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Wer in der Schweiz nach einem Juwelier sucht, der seine eigene Geschichte tatsächlich erzählen kann statt sie nur zu behaupten, landet bei Rietz AG in Baden fast automatisch bei einer Zeittafel. Die Firma zählt ihre eigene Vergangenheit bis 1942 zurück, als Arthur Rietz-Wullimann von Grenchen nach Baden zog und im damaligen Moneta Haus am Cordula Platz ein Uhrmachergeschäft gründete. Grenchen war schon damals ein Zentrum der Schweizer Uhrenindustrie, Baden dagegen eine Kurstadt mit Altstadtcharakter, und genau dieser Kontrast, Handwerk aus der Uhrenregion in einer bürgerlichen Kleinstadt, prägt das Geschäft bis heute.

Die Adresse wechselte zweimal, bevor sie sich festsetzte. 1951 zog der Betrieb vom Moneta Haus in die Weite Gasse 16, ins Haus zur Leiter. 1956 folgte der Umzug in die Liegenschaft Weite Gasse 7, die sich damals noch ein Hutladen, ein Tabakwarengeschäft und das Uhrengeschäft teilten. Dort ist Rietz bis heute geblieben. 1965 starb Arthur Rietz überraschend, und seine Frau Alice Rietz führte das Geschäft bis 1970 allein weiter, ein Detail, das in der offiziellen Chronik der Firma ausdrücklich festgehalten ist. 1970 übernahm Roland Buner-Rietz, 1971 kamen mit Omega und Tissot zwei der bekanntesten Schweizer Marken neu ins Sortiment. 1981 wurden die bis dahin drei getrennten Ladenflächen zu der einen Verkaufsfläche zusammengelegt, die das Geschäft im Kern bis heute hat.

Die jüngere Geschichte ist ebenso lückenlos dokumentiert. 2001 folgte Umbau und Wiedereröffnung, 2012 die Gründung der Rietz AG mit Martin Buner als Geschäftsführer, 2013 eine sanfte Renovation der Verkaufsfläche, 2019 eine Fassadenrenovation und die Aufnahme der Marke Longines. Seit 2025 präsentiert sich das Geschäft laut eigener Chronik in frisch erneuertem Glanz. Geführt wird es heute von Carmen und Martin Buner in dritter Generation, Inhaber ist Martin Buner. Im Team stehen daneben Edith Buner, Carolina Hirt und Melanie Hämmerli sowie mit Lea Jezercic eine Auszubildende, was zur eigenen Aussage des Betriebs passt, Wissen und Erfahrung würden gezielt an angehende Detailhandelsfachleute weitergegeben. Roland Buner wird auf der Team-Seite in liebevoller Erinnerung geführt, Arthur Rietz als Gründer, eine kleine Geste, die zeigt, wie sehr sich der Betrieb über seine eigene Kontinuität definiert.

Diese Kontinuität ist auch der Grund, warum Rietz in einer nationalen Übersicht steht und nicht nur in einer kantonalen: Ein Familienbetrieb, der seit 1942 an derselben Strasse handelt und heute in der dritten Generation geführt wird, ist unter Schweizer Fachgeschäften dieser Grösse selten. Verglichen mit den grossen Multimarkenhäusern an der Zürcher Bahnhofstrasse, keine Autostunde entfernt, tritt Rietz bewusst kleiner auf: ein einziges Ladenlokal in der verkehrsberuhigten Weiten Gasse, kein Filialnetz, dafür persönliche Beratung, bei der Kundinnen und Kunden über Jahre denselben Namen und dasselbe Gesicht hinter dem Tresen wiederfinden. Baden liegt an der S-Bahn-Strecke nach Zürich, für Käuferinnen und Käufer aus der Stadt ist das Geschäft damit ohne Auto erreichbar.

Dass sich ein Uhren- und Schmuckgeschäft ausgerechnet in der Badener Altstadt hält, passt zur Stadt selbst: Die Weite Gasse liegt eingangs der Altstadt, in einem verkehrsberuhigten Kern, der seit Langem auf inhabergeführte Fachgeschäfte statt auf Filialisten setzt. Für ein Aargauer Kantonsstädtchen dieser Grösse ist ein Betrieb mit derart lückenlos dokumentierter, über 80 Jahre alter Firmengeschichte ungewöhnlich, und genau das unterscheidet Rietz von vergleichbaren Adressen im Nachbarkanton Zürich, wo Fachgeschäfte dieser Prägung öfter Konzernen oder internationalen Ketten gewichen sind. Wer aus einem anderen Kanton anreist, kauft hier also nicht nur einen Ring, sondern wählt bewusst ein Geschäft mit einer Geschichte, die sich lückenlos zurückverfolgen lässt, von der Gründung im Moneta Haus bis zur aktuellen Geschäftsführung.

Im Sortiment stehen Uhren und Schmuck gleichberechtigt nebeneinander. Bei den Uhren führt Rietz ein grosses Sortiment Schweizer Marken über verschiedene Preislagen hinweg, dazu neben klassischen Armbanduhren und Chronographen auch Taschenuhren und Wecker, alles zur Anprobe direkt am Handgelenk statt nur im Schaufenster. Beim Schmuck reicht die Auswahl von Edelsteinen, Farbsteinen und Perlen über Gold und Platin bis zur Herrenkollektion der Schmuckmanufaktur MEISTER, die das Geschäft selbst als preisgekrönt bezeichnet, dazu eine eigene Auswahl an Taufarmbändern und Schutzengel-Anhängern für die jüngsten Kundinnen und Kunden.

Für Verlobungsringe wirbt Rietz mit einem für fast jedes Budget passenden Angebot und einem pragmatischen Ablauf: Der Ring geht gleich mit nach Hause, das genaue Ringmass der Partnerin oder des Partners wird erst nach dem erfolgreichen Antrag gebraucht, wenn der Ring kostenlos angepasst oder auf Wunsch umgetauscht wird. Wer den Antrag selbst zum Ereignis machen will, verweist Rietz an eine externe Partnerin, Jessica Thomann von deinhochzeitsantrag.ch, die von der Idee bis zur Umsetzung des Heiratsantrags begleitet. Bei den Trauringen führt das Geschäft die vollständige Kollektion von MEISTER und individualisiert die Ringe auf Wunsch nach den eigenen Vorstellungen des Paares.

Über den reinen Verkauf hinaus ist Rietz als zertifiziertes Servicecenter für nahezu alle Schweizer Uhrenmarken unterwegs, mit kostenloser Dichtigkeitsprüfung bei jedem Service, auch für ältere Stücke, bei denen die gesetzliche Gewährleistungsfrist längst abgelaufen ist. Dazu kommen individuelle Schmuckanfertigungen und Änderungen an bestehenden Stücken, Schätzungen mit Fotoinventar für Versicherungswert oder Nachlassaufteilung, das Aufziehen von Perlenketten, Gravuren auf Wunsch und die professionelle Reinigung von Schmuckstücken. Diese Servicebreite, vom Batteriewechsel bis zur Nachlassschätzung, ist typisch für einen alteingesessenen Familienbetrieb, der sein Publikum über Generationen begleitet statt nur einmalig zu verkaufen.

Ein Manko ist die Grösse: Rietz bleibt ein einzelnes Ladengeschäft ohne Filialen, wer online stöbern und direkt bestellen möchte, findet auf der Website Übersichten, aber keinen Webshop, ein Besuch vor Ort in Baden ist praktisch Voraussetzung. Wer aus einem entfernteren Kanton anreist, sollte den Besuch also mit einem Termin verbinden statt spontan vorbeizuschauen, zumal die individuelle Anpassung eines Verlobungsrings, das Fotoinventar für eine Schätzung oder die Beratung zu einer Massanfertigung ohnehin Zeit und ein Gespräch vor Ort brauchen.

Wer dagegen einen Familienbetrieb mit lückenlos dokumentierter Geschichte, persönlicher Beratung über mehrere Generationen und einem soliden Servicebetrieb im Rücken sucht, findet in Baden ein Geschäft, das seine Herkunft nicht nur behauptet, sondern mit Jahreszahlen belegt, von 1942 bis zur jüngsten Auffrischung 2025. Für ein Paar, das sich für den Antrag Zeit nehmen und den Ring danach unkompliziert anpassen lassen will, ohne vorab ein Ringmass organisieren zu müssen, ist Rietz eine der wenigen Adressen im Kanton Aargau, die diesen ganzen Weg, von der ersten Beratung über den Antrag bis zur Anpassung nach der Verlobung, aus einer Hand anbietet und dazu noch auf eine Firmengeschichte zurückgreifen kann, die länger ist als bei den meisten Mitbewerbern im Land.

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