Claude Schauerte

Bahnhofstrasse 6, 7250 Klosters

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Claude Schauerte AG führt an der Bahnhofstrasse 6 in Klosters ein Geschäft, das sich selbst als Uhren-Bijouterie und Antike Uhren beschreibt, und genau diese Kombination macht den Laden im Kanton Graubünden ungewöhnlich. Wer hier nach einem Verlobungsring sucht, findet ihn im selben Haus wie restaurierte Holzräderuhren und Doppelpendeluhren, eine Nische, die sich in einem Ferienort wie Klosters offenbar seit Jahrzehnten trägt. Inhaber Claude Schauerte übernahm den Familienbetrieb 2009 von seinem Vater und beschreibt auf der eigenen Website, dass seither vieles erneuert wurde, ohne dass das Geschäft seinen Charakter als Familienbetrieb verloren hätte. Auf der Startseite schreibt er, man pflege seit 1964 ein "vertrautes Fundament" aus Freundschaften zu Schürfern und Perlenzüchtern, eine Formulierung, die auf lange gewachsene Lieferantenbeziehungen verweist, auch wenn die Seite das Gründungsjahr des Ladens selbst nicht separat nennt.

Was man bekommt

Das Verlobungsringe-Sortiment läuft unter dem Namen Diamond is Mine und gliedert sich in drei Linien: Solitaire, Alliance und Glamour. Zur Solitaire-Linie schreibt die Website, man führe "eine umfangreiche Auswahl an Solitaire-Schmuck, von klassisch-elegant bis zu raffiniert-aufwendig", und beschreibt den Solitaire-Ring als Symbol für den Beginn einer langen Beziehung. Über verlässliche Partner will das Geschäft Diamanten in unterschiedlichen Grössen, Farben und Reinheiten beschaffen, was bei einem Verlobungsring praktisch ist, wenn Kunde oder Kundin eine bestimmte Steingrösse im Kopf haben und nicht aus einer Vitrine wählen wollen. Die Alliance-Linie richtet sich laut eigener Beschreibung eher an Jahrestage und Jubiläen, "ein Symbol für starke Verbindung, ohne Anfang und Ende", wahlweise in klassischer Fassung oder moderner Interpretation, für Paare, die nach der Verlobung auch die Eheringe im selben Haus bestellen wollen. Die dritte Linie, Glamour, setzt auf Diamant-Pavées, kleine Brillanten, die laut Website unter dem Mikroskop von Hand gefasst werden, mit dem eigenen Zusatz "garantiert swiss made". Dass die Kollektion Solitaire, Alliance und Glamour gemeinsam umfasst, deutet darauf hin, dass Paare hier den ganzen Weg von der Verlobung bis zur Hochzeit abdecken können, ohne den Händler zu wechseln.

Neben dem Diamantsortiment führt Schauerte Armbanduhren mehrerer Marken, darunter Chopard, Longines, Frédérique Constant, Louis Erard, Chronoswiss, Certina, Zeno, Wenger, Candino und Mondaine. Das ist eine breite Spanne von hochpreisigen Manufakturuhren bis zu alltagstauglicheren Modellen, was zum Publikum eines Bergorts passt, in dem sowohl Stammkundschaft aus der Region als auch Feriengäste einkaufen.

Das allgemeine Schmucksortiment reicht laut Menüführung der Website über Farbsteine und Perlen bis zu einer eigenen Linie namens Design Claude Schauerte. Zu dieser Linie schreibt die Website, Claude Schauerte sei "stets auf der Suche nach neuen Edelsteinen" und reise dafür "gelegentlich sogar nach Afrika", wo er die Steine selbst ausgräbt, bevor er sie zusammen mit Goldschmieden zu eigenen Kreationen verarbeitet, oft beeinflusst von Formen antiker Vorbilder. Die Seite beschreibt diese Stücke als Einzelanfertigungen, keine Serienware. Wer also für die Verlobung nicht zwingend einen klassischen Solitaire mit weissem Diamant sucht, sondern lieber einen farbigen Edelstein oder ein eigenständiges Hausdesign in Betracht zieht, findet im selben Geschäft eine Alternative, ohne zu einem zweiten Anbieter wechseln zu müssen. Diese Breite, von der antiken Standuhr über die selbst geschürften Edelsteine bis zum eigens entworfenen Ring, ist eher unüblich für einen Betrieb dieser Grösse und spricht für ein Haus, das mehrere Handwerkstraditionen unter einem Dach hält statt sich auf ein einziges Segment zu spezialisieren.

Was heraussticht

Am meisten sticht die Abteilung für antike Grossuhren heraus. Die Website listet eigene Unterkategorien für Holzräderuhren, Eisenuhren, Tischuhren und Doppelpendeluhren, ein Spezialgebiet, das man bei einem Juwelier eher selten findet und das auf eine handwerkliche Tradition im Haus hindeutet, die über den reinen Verkauf hinausgeht. Für ein Verlobungsringe-Verzeichnis ist das zunächst ein Nebenaspekt, es zeigt aber, dass hinter dem Diamantgeschäft ein Betrieb mit uhrmacherischer Substanz steht und nicht nur ein Schmuckladen, der Ringe zukauft.

Dazu kommen drei Dienstleistungen, die das Geschäft auf der eigenen Seite auflistet. Unter Altgold bietet Schauerte an, nicht mehr getragenen Schmuck zum aktuellen Marktwert anzurechnen oder aufzukaufen, was bei einer Neuanschaffung wie einem Verlobungsring den Einstiegspreis senken kann. Unter Umarbeitungen verspricht die Website, liebgewordene Stücke "wieder auf den aktuellen Stand" zu bringen, zu reparieren oder in ein neues Design zu verwandeln, etwa wenn ein Familienstück zum Ring für die eigene Verlobung werden soll. Und unter Schätzungen erstellt das Haus laut eigener Aussage passende Gutachten für Versicherungen und Erbschaften, gestützt auf die eigene Erfahrung.

Lage und Anreise

Klosters liegt im Prättigau, direkt neben Davos, und lebt als Ferienort stärker vom Wintersport- und Sommerpublikum als vom Talboden-Alltagsgeschäft, anders als die Kantonshauptstadt Chur, die ganzjährig als Verwaltungs- und Einkaufsstadt funktioniert. Ein Uhren- und Bijouteriebetrieb mit einer Sortimentsbreite wie Diamond is Mine plus Antike Grossuhren trägt sich an einem Ort dieser Grösse erkennbar auch dank der Feriengäste, nicht nur dank der festen Kundschaft aus dem Tal. Laut der eigenen Anreiseseite ist Klosters "verkehrstechnisch ausgezeichnet erschlossen und von Zürich aus in ca. 1.5 Auto- und in weniger als 2 Bahnstunden erreichbar (ca. 150 km)". Mit dem Auto führt die Strecke über die A3/A13 Richtung Chur bis Landquart und von dort über die Kantonsstrasse weiter nach Klosters. Mit dem Zug fährt man laut Website mit der SBB bis Landquart und wechselt dort auf die Rhätische Bahn bis nach Klosters, eine Verbindung, die auch ohne eigenes Auto gut machbar ist, was für Feriengäste ohne Mietwagen relevant sein dürfte. Für ein national ausgerichtetes Verzeichnis heisst das: Wer diesen Juwelier besucht, kombiniert den Ringkauf meist mit einem Aufenthalt in den Bergen, sei es ein Skiwochenende in der Region Davos Klosters oder ein Sommeraufenthalt.

Die Öffnungszeiten sind auf der Website mit Dienstag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 18.30 Uhr angegeben, Samstag von 08.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr, während Sonntag und Montag laut eigener Angabe geschlossen bleibt. Wer aus dem Unterland anreist, plant den Besuch also am besten für einen Wochentag oder einen Samstagvormittag ein, nicht für einen spontanen Sonntagsausflug.

Für wen es sich eignet

Am besten passt Schauerte zu Paaren, die den Ringkauf mit einem Bergaufenthalt verbinden wollen, etwa während eines Skiurlaubs in Klosters oder Davos, und die neben dem eigentlichen Ring auch Interesse an einer breiteren Uhrenauswahl oder an der Aufwertung eines Altstücks haben. Wer stattdessen ausschliesslich einen ganz bestimmten Markenring von der Stange sucht und keine individuelle Beratung braucht, findet in grösseren Städten möglicherweise eine dichtere Auswahl an einem Ort. Auch wer strikt online vergleichen möchte, bevor er ein Geschäft betritt, wird auf der Website selbst kaum Preisangaben finden, die Diamond-is-Mine-Seiten beschreiben die Kollektion, nennen aber keine konkreten Preise, sodass eine Anfrage oder ein Besuch vor Ort nötig bleibt, um Budget und Auswahl abzugleichen.

Zwischen Diamantring und antiker Standuhr

Claude Schauerte AG ist ein Familienbetrieb, der seit der Übernahme durch Claude Schauerte 2009 sowohl auf sein Diamant- und Ringsortiment als auch auf sein ungewöhnliches Standbein bei antiken Grossuhren setzt. Für einen Verlobungsring lohnt sich der Weg nach Klosters vor allem, wenn ohnehin ein Ferienaufenthalt in der Region ansteht oder wenn eine individuelle Diamantbeschaffung nach Grösse, Farbe und Reinheit gewünscht ist, statt eines Kaufs von der Stange. Die etwas eingeschränkten Öffnungszeiten am Wochenende und das Fehlen öffentlicher Preisangaben sind die einzigen echten Einschränkungen, beides lässt sich mit etwas Vorausplanung gut umgehen.

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